HAPPA in Berlin: Vegane Küche trifft auf sozialen Wandel und Fairness
Klaus TrommlerHAPPA in Berlin: Vegane Küche trifft auf sozialen Wandel und Fairness
HAPPA: Berlins lebendiges veganes Restaurant setzt auf kulinarischen Mut und soziale Gerechtigkeit
Das HAPPA in Berlin macht Furore – nicht nur mit seiner kreativen veganen Küche, sondern auch mit einem klaren Bekenntnis zu Fairness in einer oft männlich dominierten Branche. Gegründet von Sophia Hoffmann und Nina Peterson, vereint das Lokal pflanzliche Genüsse mit gesellschaftlichem Engagement. Die Gerichte sind so farbenfroh wie die Wände des Restaurants, die Preise bleiben dabei bewusst erschwinglich.
Seit zwölf Jahren lebt Sophia Hoffmann vegan – angetrieben von Mitgefühl für Tiere. Diese Haltung prägt auch ihr HAPPA: Hier kommen ausschließlich pflanzliche Zutaten auf den Teller, von der Wurzel bis zur Blattspitze. Die Speisekarte setzt auf Null Verschwendung, folgt den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und ist durchgehend bio-zertifiziert.
Das Konzept basiert auf drei Säulen: ein wechselndes Mittagsmenü unter der Woche, monatliche Dinner-Events und private Buchungen. Die Preise sind niedrig gehalten, um ein breites Publikum anzusprechen – viele Gerichte kosten weniger als zehn Euro. Zudem bezieht HAPPA Gemüse von Querfeld, einer Initiative, die "unperfektes" Obst und Gemüse vor der Vernichtung rettet, weil es von Landwirt:innen aussortiert wurde.
Doch HAPPA geht es um mehr als nur um Essen. Das Restaurant stellt bewusst Frauen in fair bezahlten Positionen ein – vom Küchenteam mit zwei Köchinnen bis zu den drei Servicekräften, die gemeinsam mit Hoffmann und Mitgründerin Peterson arbeiten. Selbst der Kaffee stammt von Angelique's Finest, einer ruandischen Frauenkooperative, die sich gegen postkoloniale Ungerechtigkeit einsetzt.
Obwohl Hoffmann bereits vier Kochbücher veröffentlicht hat, widmet sich keines explizit ihrer veganen Philosophie oder ihrem Nachhaltigkeitsengagement. Doch genau diese Werte prägen den Alltag im HAPPA – jeden Tag aufs Neue.
Hier verschmelzen bezahlbare vegane Küche mit dem Kampf für soziale Gerechtigkeit. Durch die Förderung von Frauen in der Gastronomie, die Rettung von "Ausschuss"-Gemüse und ethische Beschaffung wird jedes Gericht zur Aussage. Mit seinem abfallarmen, pflanzlichen Ansatz zeigt HAPPA, wie Restaurants anders – und besser – funktionieren können.






