Heidenheim bleibt sieglos: 13 Spiele ohne Triumph – Abstiegsangst wächst
Ottilie KreinHeidenheim Frustration Nach Abseits-Pech: 'Wahnsinn' und 'Blödsinn' - Heidenheim bleibt sieglos: 13 Spiele ohne Triumph – Abstiegsangst wächst
Heidenheim kassiert 0:1 bei Eintracht Frankfurt und bleibt seit 13 Spielen ohne Sieg
Die Niederlage gegen die Frankfurter vertieft Heidenheims krise – mit nun zehn Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz der Bundesliga. Eine umstrittene Abseitsentscheidung und eine schwache Offensive verschärften die Probleme des Teams an diesem Tag.
Die Partie drehte sich um eine umstrittene Szene in der zweiten Halbzeit: Sirlord Contehs Tor wurde nach Videoanalyse wegen minimaler Abseitsstellung aberkannt. Der Flügelspieler bezeichnete das halbautomatische System später als "völligen Unsinn", während Trainer Frank Schmidt die Entscheidung zwar als "Wahnsinn" kritisierte, die Technologie letztlich aber akzeptierte.
Doch Heidenheims größeres Problem war die fehlende Torgefährlichkeit. Trotz einer disziplinierten Defensivleistung in der ersten Hälfte gelang es dem Team nicht, eine klare Torchance herauszuspielen. Selbst nach der Roten Karte gegen Robin Koch, die ihnen eine Überzahl bescherte, blieb die Offensive stumpf.
Schmidts Frust richtete sich weniger gegen die Abseitsdiskussion als vielmehr gegen die inkonsistente Abwehrleistung seines Teams. In den vergangenen Spielzeiten hatte sich unter seiner Führung durchaus Fortschritt gezeigt: Nach nur 1,05 Toren pro Spiel in der Debütsaison 2023/24 hatten taktische Anpassungen – darunter der Wechsel zu einem ballbesitzorientierten 4-2-3-1 – die Ausbeute auf 1,45 Tore pro Spiel 2024/25 und 1,62 in dieser Saison gesteigert. Schlüsseltransfers wie Kevin Sessa (12 Tore) und Conteh (15 Vorlagen) hatten diese Entwicklung vorangetrieben – doch davon war in Frankfurt nichts zu spüren.
Die Niederlage verschärft Heidenheims Abstiegsnot: Mit zehn Punkten Abstand zur rettenden Zone wirkt ein Klassenerhalt zunehmend unrealistisch. Ohne Sieg seit 13 Spielen hängt die Rettung nun von einer radikalen Wende in Defensive und Offensive ab. Die jüngsten offensiven Fortschritte bieten wenig Trost nach einer weiteren harmlosen Vorstellung.