Hessen geht mit Großrazzia gegen illegale Straßenrennen und Rasen vor
Leonhard PreißHessen geht mit Großrazzia gegen illegale Straßenrennen und Rasen vor
Hessische Polizei verschärft Vorgehen gegen illegale Straßenrennen und Verkehrsverstöße
Bei einer jüngsten Großkontrolle mit dem Codenamen "Auto-Freitag" hat die hessische Polizei hunderte Fahrzeuge im gesamten Bundesland überprüft. Die Aktion ist Teil einer verschärften Kampagne gegen rücksichtsloses Fahren – allein im vergangenen Jahr wurden über 400 Strafanzeigen wegen gefährlicher Verkehrsverstöße erstattet.
Die Razzia fand an einem Freitagabend statt, an der landesweit rund 237 Beamte beteiligt waren. Sie richteten Kontrollposten ein, darunter einen an der Äppelallee in Wiesbaden zwischen 18 und 20 Uhr. Im Fokus standen Rasen, illegale Fahrzeugumbauten und Probleme mit der Zulassung.
Insgesamt wurden 936 Fahrzeuge kontrolliert. Die Beamten dokumentierten 36 Straftaten und 1.266 Ordnungswidrigkeiten. Ein Fahrer wurde mit Tempo 208 in einer 120er-Zone gestoppt. Ein weiterer Wagen, ein BMW, fiel durch abgedunkelte, teilweise abgeklebte Rückleuchten auf. Auch ein E-Scooter wurde beanstandet, weil er ohne Kennzeichen unterwegs war.
Als Konsequenz der Kontrollen erhielten 21 Fahrer ein Weiterfahrverbot. Innenminister Roman Poseck betonte im Anschluss, dass illegale Straßenrennen kein Kavaliersdelikt seien. Wer andere gefährde, müsse mit harten Konsequenzen rechnen.
Die Aktion unterstreicht Hessens anhaltenden Kampf gegen rücksichtslose Fahrer. Mit 403 Strafanzeigen im vergangenen Jahr zeigt sich die Polizei entschlossen, die Kontrollen weiter zu verschärfen. Weitere Maßnahmen sind im Rahmen der landesweiten Verkehrssicherheitsstrategie geplant.






