17 June 2026, 18:42

Hessen glänzt mit Bildungsgerechtigkeit für Kinder mit Migrationshintergrund

Sprachförderung und Abschlüsse erhalten gute Noten

Hessen glänzt mit Bildungsgerechtigkeit für Kinder mit Migrationshintergrund

Ein neuer, alle zwei Jahre erscheinender Bildungsbericht hebt die starken Leistungen Hessens bei der Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund hervor. Die Ergebnisse wurden in Berlin vom Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF) vorgestellt. Hessen führt unter den deutschen Bundesländern in mehreren zentralen Bereichen der Bildungsgerechtigkeit und des Bildungserfolgs.

Mit einem Anteil von 39 Prozent hat Hessen den höchsten Bevölkerungsanteil mit Migrationshintergrund. Dennoch ist der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg hier schwächer ausgeprägt als in den meisten anderen Regionen. Im Schuljahr 2024/2025 verzeichnete das Land zudem die niedrigste Quote an Schulabgängern ohne Hauptschulabschluss – lediglich 6,3 Prozent.

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Hessen liegt über dem Bundesschnitt, wenn es um ausländische Schülerinnen und Schüler an Berufsschulen geht, die die Hochschulreife erwerben. Seit dem Schuljahr 2021/2022 sind systematische Deutschfördermaßnahmen verpflichtend. Aktuell besuchen rund 17.000 Kinder vorschulische Deutschkurse, die von Schulen organisiert werden.

Bildungsminister Armin Schwarz führt den Erfolg auf frühzeitige und umfassende Förderstrukturen zurück. Der Bildungsbericht lobt die hohe Qualität der hessischen Sprachprogramme und bezeichnet sie als besonders wirksam.

Die aktuelle Bewertung stufte die verpflichtenden vorschulischen Deutschkurse Hessens als vorbildliche Praxis ein. Der Ansatz des Landes habe maßgeblich zu besseren Bildungschancen für Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Herkunftsgeschichten beigetragen. Der Bericht betont, wie gezielte Sprachförderung die Bildungsgerechtigkeit stärkt.

Quelle