09 May 2026, 18:34

Hessen kämpft für Rettung der Kino-Förderung und stockt eigene Mittel auf

Vorbühne eines Kinos mit Menschen, Topfpflanzen, Fernsehern, Informationsschildern, Deckenleuchten und Glastüren, die eine Straßenszene mit Fahrzeugen, Bäumen, Gebäuden und Himmel zeigen.

Hessen kämpft für Rettung der Kino-Förderung und stockt eigene Mittel auf

Hessen setzt sich für stärkere finanzielle Unterstützung von Kinos in ganz Deutschland ein. Das Bundesland schließt sich Forderungen an die Bundesregierung an, ein gestrichenes Förderprogramm wiederzubeleben. Gleichzeitig stockt es selbst seine Investitionen in lokale Lichtspielhäuser auf – insbesondere in ländlichen Regionen.

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Das Bundesprogramm „Zukunft Kino“ verfügte 2022 noch über ein Budget von 25 Millionen Euro. Bis 2024 wurde dies auf 10 Millionen Euro gekürzt, 2025 dann komplett eingestellt. Nun unterstützt Hessen einen Antrag Mecklenburg-Vorpommerns, die Initiative wieder einzuführen oder ein ähnliches Programm aufzulegen. Die Länder fordern Fördermittel, um Kinos bei der Modernisierung von Energieeffizienz, Barrierefreiheit, Publikumskomfort und technischer Ausstattung zu helfen.

Hessen selbst hat seine Kino-Förderung bereits ausgebaut. Im vergangenen Jahr erhöhte das Land die Mittel für die „Kinoprogrammpreise“ von 150.000 auf 215.000 Euro. Zudem stellt es jährlich 500.000 Euro über „Hessen Film & Medien“ für Kinoinvestitionen bereit. Im aktuellen Koalitionsvertrag verpflichtet sich Hessen zudem, die Kinoförderung weiter zu stärken – mit besonderem Fokus auf ländliche Gebiete.

Timon Gremmels, Hessens Minister für Wissenschaft, Forschung, Kunst und Kultur, betonte die Bedeutung von Kinos als Teil der Kulturlandschaft. Er hob ihre Rolle hervor, ländliche Gemeinden mit Film und Kultur zu verbinden.

Die Bundesregierung hat auf die Forderung der Länder nach einer Wiederbelebung der Kino-Förderung noch nicht reagiert. Hessen hingegen erweitert weiterhin seine eigene finanzielle Unterstützung für Lichtspielhäuser. Ziel ist es, Kinos – besonders außerhalb der Großstädte – zukunftsfähig, modern und zugänglich zu halten.

Quelle