Hessens Beamte kämpfen um 7 Prozent mehr Lohn – dritte Tarifrunde entscheidet
Klaus TrommlerDGB: Rund 1.500 Teilnehmer bei Aktionstag der Beamer - Hessens Beamte kämpfen um 7 Prozent mehr Lohn – dritte Tarifrunde entscheidet
Gewerkschaften im öffentlichen Dienst Hessens drängen auf höhere Löhne – Verhandlungen laufen
Im öffentlichen Dienst Hessens wächst der Druck auf höhere Gehälter, während die Tarifverhandlungen weitergehen. Rund 1.000 Beamte und Beschäftigte gingen vergangene Woche in Frankfurt auf die Straße, um bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen zu fordern. Eine dritte Verhandlungsrunde ist für den 26. und 27. März angesetzt – die Gewerkschaften verlangen eine 7-prozentige Lohnerhöhung für etwa 58.000 Landesbedienstete.
Hintergrund der Proteste ist ein Urteil des Verwaltungsgerichts Kassel aus dem Jahr 2021. Das Gericht hatte damals festgestellt, dass einige Besoldungsstufen im hessischen öffentlichen Dienst verfassungswidrig niedrig seien. Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen, betonte, dass die Beschäftigten ein Gehalt verdienten, das dem Grundgesetz entspreche.
Die Gewerkschaften fordern eine monatliche Mindesterhöhung von 300 Euro für alle Landesbediensteten. Zudem bestehen sie darauf, dass eine mögliche Einigung zeitgleich und gleichberechtigt für Beamte gelten muss. Neben der Demonstration in Frankfurt beteiligten sich weitere 500 Beschäftigte an einer Fotoaktion, um auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen.
Die anstehenden Gespräche werden zeigen, ob das Land diesen Anforderungen nachkommt. Bisher gibt es keine Hinweise darauf, wie das Kassel-Urteil von 2021 die Gehaltsentwicklung in anderen Bundesländern beeinflussen könnte.
Das Ergebnis der März-Verhandlungen wird die Bezahlung Zehntausender hessischer Beschäftigheter im öffentlichen Dienst prägen. Sollte eine Einigung gelingen, könnte sie Maßstäbe für die Besoldung im gesamten Beamtenbereich setzen. Die Proteste und das Gerichtsurteil erhöhen den Druck auf die Landesregierung, eine faire Lösung zu finden.






