20 April 2026, 14:38

Industrieller Energieverbrauch in Deutschland sinkt 2020 um 1,9 Prozent

Eine Liniengrafik, die die Trends des US-Energieverbrauchs für Erdgas, Kohle, Kernenergie und Biomasse zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Industrieller Energieverbrauch in Deutschland sinkt 2020 um 1,9 Prozent

Deutschlands industrieller Energieverbrauch sinkt 2020 leicht um 1,9 Prozent

Im Jahr 2020 ging der industrielle Energieverbrauch in Deutschland leicht zurück – um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Gesamtbedarf belief sich auf 3.747 Petajoule, wobei die chemische Industrie weiterhin der größte Energieverbraucher blieb. Dieser Sektor allein machte fast ein Drittel des gesamten industriellen Energiebedarfs des Landes aus.

Die chemische Industrie führte 2020 die Rangliste der Energieverbraucher an und beanspruchte 29 Prozent des gesamten industriellen Energieaufkommens. Mehr als ein Drittel dieser Energie floss direkt in Rohstoffe für chemische Erzeugnisse, während 12 Prozent als Einsatzstoffe für Chemikalien, Düngemittel und Kunststoffe dienten.

Erdgas war mit einem Anteil von 31 Prozent die meistgenutzte Energiequelle in der Industrie. Es folgte Strom mit 21 Prozent, während Mineralöle, Erdölprodukte und Kohle jeweils 16 Prozent ausmachten. Die Kokserzeugung und die Mineralölverarbeitung verbrauchten zusammen 10 Prozent der Gesamtmenge.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In der Branchenbetrachtung belegte die Metallherstellung und -verarbeitung mit 22 Prozent des Gesamtverbrauchs den zweiten Platz. Betrachtet man allein den Energieeinsatz – ohne Rohstoffe – lag dieser Sektor sogar mit einem Anteil von 24 Prozent an der Spitze.

Die Daten unterstreichen die dominierende Rolle der chemischen Industrie im deutschen Industrieenergiesektor. Mit Erdgas als primärer Energiequelle fiel zudem die starke Abhängigkeit von Roh- und Einsatzstoffen ins Auge. Der leichte Rückgang des Gesamtverbrauchs markierte 2020 eine kleine, aber bemerkenswerte Veränderung.

Quelle