Jugendhilfe im digitalen Zeitalter: Länder fordern mehr Investitionen und Mitsprache
Klaus TrommlerJugendhilfe im digitalen Zeitalter: Länder fordern mehr Investitionen und Mitsprache
Vertreter aus den Bundesländern trafen sich diese Woche in Frankfurt am Main, um über Jugend- und Familienhilfe zu beraten. Die zweitägige Konferenz stand im Zeichen der Verbesserung von Unterstützungsangeboten für Kinder und Jugendliche in einer sich rasant wandelnden digitalen Welt. Die Delegierten verabschiedeten eine zentrale Resolution, die mehr Investitionen und eine stärkere Einbindung junger Menschen in politische Entscheidungen fordert.
Am Donnerstag und Freitag kamen die Vertreter der deutschen Länder zusammen, um aktuelle Herausforderungen in der Kinder- und Jugendhilfe zu erörtern. Themen waren unter anderem das Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität in der Kindertagesbetreuung sowie der Bedarf an besserer frühkindlicher Bildung. Die Bundesregierung bekräftigte ihre Zusagen zur Finanzierung von Sprachförderprogrammen und zur Verbesserung früher Lernchancen.
Die zentrale Resolution der Konferenz mit dem Titel „Kinder und Jugendliche an erste Stelle: Kompetenzen für eine digitale Welt – Kompetenzen für Demokratie und Zukunft“ betonte die Bedeutung von digitaler Medienkompetenz und demokratischer Teilhabe. Gleichzeitig wurde auf Risiken im Umgang mit sozialen Medien hingewiesen und zu verantwortungsvollem Handeln aufgerufen, um junge Nutzer zu schützen.
Junge Teilnehmer forderten eine stärkere Mitsprache bei Entscheidungen, die ihr Leben betreffen. Gleichzeitig warnten Verantwortliche vor Kürzungen bei essenziellen Leistungen und pochten darauf, dass verlässliche Unterstützungssysteme Priorität behalten müssen. Die Veranstaltung markierte das Ende der hessischen Präsidentschaft; im kommenden Jahr übernimmt Niedersachsen den Vorsitz der Konferenz.
Die Tagung endete mit einem deutlichen Appell für mehr Mittel in der Jugend- und Familienhilfe. Die Resolution unterstrich die gemeinsame Verantwortung von Bund und Ländern, hochwertige Angebote zu sichern. Die Fortsetzung der Debatten steht im nächsten Jahr unter der Leitung Niedersachsens auf der Agenda.






