27 April 2026, 00:42

Kölner Stadtarchiv: Nach 15 Jahren endet der Rechtsstreit um den tragischen Einsturz

Schwarz-weiß-Foto einer Stadt nach einer Katastrophe am 5. Juni 1892, das beschädigte Gebäude, Strommasten, Rauch und einen Hügel im Hintergrund zeigt.

Kölner Stadtarchiv: Nach 15 Jahren endet der Rechtsstreit um den tragischen Einsturz

Jahrzehntelanger Rechtsstreit um den Einsturz des Kölner Stadtarchivs endet mit finanzieller Einigung

Die juristischen Auseinandersetzungen um das eingestürzte Historische Archiv der Stadt Köln sind nach Jahren mit einem finanziellen Vergleich beendet worden. Die Katastrophe ereignete sich 2009, als Bauarbeiten für die Nord-Süd-U-Bahn-Linie das Gebäude zum Einsturz brachten und dabei 1,7 Millionen historische Dokumente unter sich begruben. Zwei Männer kamen bei dem Unglück ums Leben, und die Stelle blieb seither eine Narbe in der Stadt.

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Der Einsturz erfolgte plötzlich während der Arbeiten an der neuen U-Bahn-Strecke. Das gesamte Archiv, in dem Aufzeichnungen aus über 1.000 Jahren Kölner Geschichte lagerten, versank im Erdkrater. Rettungskräfte brauchten Monate, um Fragmente zu bergen, die anschließend auf 20 provisorische Lagerstätten verteilt wurden.

Die Baustelle blieb jahrelang offen liegen und wurde erst 2023 teilweise verfüllt. Nun werden die provisorischen Betonbarrieren abgerissen, damit die U-Bahn-Arbeiten fortgesetzt werden können. Die nächste Phase der Ausgrabungen soll weitere acht Jahre dauern – die fertige Strecke wird die Fahrzeit später um acht Minuten verkürzen.

Die Restaurierung der geretteten Dokumente wird sich bis 2050 hinziehen, wobei Fachleute davon ausgehen, dass ein Drittel des Bestands für immer verloren ist. Die rechtlichen Folgen der Katastrophe wurden 2024 mit einer finanziellen Regelung abgeschlossen, statt die Verfahren weiterzuführen.

Das U-Bahn-Projekt kommt nun endlich voran, doch die Spuren des Einsturzes bleiben. Die Bergungsarbeiten für das Archiv gehen weiter, auch wenn viele Unterlagen nie vollständig wiederhergestellt werden können. Die Stadt steht vor Jahrzehnten der Arbeit, um die Überreste ihrer schriftlichen Vergangenheit zu rekonstruieren.

Quelle