Komsa setzt auf Stabilität und Wachstum trotz schwieriger Marktbedingungen
Leonhard PreißKomsa setzt auf Stabilität und Wachstum trotz schwieriger Marktbedingungen
Komsa veranstaltete kürzlich seine jährliche Hausmesse in Offenbach-Fredenhagen, die unter dem Motto "Komsa goes Mainhatten" rund 700 Besucher anzog. Die Veranstaltung begann mit einer optimistischen Ansprache von CSO Steffen Ebner, der eine positive Grundstimmung für die Zukunft des Unternehmens setzte. Trotz schwieriger Marktbedingungen zeigt sich die Führungsebene – darunter der neue Vorstandsvorsitzende Toni Burger – zuversichtlich in puncto Wachstum.
Die Messe eröffnete Ebner mit einer Betonung der Gründe für Optimismus: Er verwies auf rückläufige Insolvenzzahlen, ein stabiles BIP-Wachstum und eine steigende Investitionsbereitschaft in Deutschland. Seine Aussagen spiegelten die Haltung der Komsa-Führung wider, die selbst in einem herausfordernden Wirtschaftsumfeld Chancen sieht.
Auch CEO Toni Burger teilte diese Einschätzung und räumte zwar ein, dass schmale Margen und langsames Wachstum im Vertriebsbereich Druck ausübten. Dennoch betonte er Stabilität als oberstes Ziel und strebt eine gesunde Expansion bei einer EBITDA-Marge von mindestens zwei Prozent an. Strategische Großänderungen schloss Burger aus; stattdessen will das Unternehmen auf bestehenden Stärken aufbauen.
Komsas Ansatz konzentriert sich auf wertschöpfende Dienstleistungen und ertragreiche Segmente, insbesondere Software as a Service (SaaS) und Reparaturdienstleistungen. Zwar pflegt das Unternehmen eine gute Partnerschaft mit Westcoast, agiert jedoch eigenständig – mit Fokus auf Regionalität und schlanke Prozesse.
Die Investitionslandschaft in Deutschland zeigt seit 2020 Schwankungen. Nach der Pandemie-Bremse trieben EU-Programme wie NextGenerationEU und Initiativen für grüne Energien 2022 die Erholung voran. Seit 2024 hemmen jedoch hohe Energiepreise, Bürokratie und geopolitische Spannungen die Entwicklung. Gegenmaßnahmen der Regierung – etwa ein 200-Milliarden-Subventionspaket und Deregulierungen – zeigten Wirkung: Digitalinvestitionen in Höhe von 50 Milliarden Euro bis 2026 steigerten das Wachstum nach der Ernennung von Karsten Wildberger zum Digitalminister Anfang 2025 um 1,2 Prozent.
Die Komsa-Führung bleibt auf Stabilität und gezieltes Wachstum ausgerichtet. Mit einer klaren Strategie in lukrativen Märkten und einer optimistischen Einschätzung der deutschen Konjunkturerholung will das Unternehmen die aktuellen Herausforderungen meistern. Die Hausmesse unterstrich diese Botschaft und signalisierte Zuversicht für den weiteren Weg.






