Korex in Hessen: Rekordzahl an Anti-Rechtsextremismus-Veranstaltungen erreicht
Leonhard PreißKorex in Hessen: Rekordzahl an Anti-Rechtsextremismus-Veranstaltungen erreicht
Hessens Kompetenzzentrum gegen Rechtsextremismus, Korex, verzeichnet starke Zunahme seiner Aktivitäten
In den vergangenen zwei Jahren hat das Kompetenzzentrum gegen Rechtsextremismus in Hessen (Korex) einen deutlichen Anstieg seiner Aufklärungsarbeit erlebt. Die Einrichtung, die in Schulen, Polizeibehörden und öffentlichen Institutionen tätig ist, steigerte ihre Veranstaltungen von nur 18 im Jahr 2023 auf 166 im Jahr 2025. Dieser markante Anstieg folgte auf einen Regierungswechsel in Hessen Anfang 2024.
Korex wurde 2008 gegründet, um mit Bildungs- und Beratungsangeboten gegen Rechtsextremismus vorzugehen. Anfangs konzentrierte sich die Arbeit vor allem auf Schulen, wo Präventionsworkshops und Fortbildungen angeboten wurden. Bis 2021 veranstaltete das Zentrum 55 Formate in ganz Hessen – doch bereits 2024 stieg diese Zahl auf 281, eine Verfünffachung innerhalb weniger Jahre.
Im Folgejahr gab es einen leichten Rückgang auf 259 Veranstaltungen, doch das Engagement blieb hoch. Allein 2025 führte Korex laut dem hessischen Verfassungsschutz 166 Initiativen in kulturellen und bildungspolitischen Einrichtungen durch. Mittlerweile arbeitet das Programm nicht mehr nur mit Schulen zusammen, sondern kooperiert auch mit Feuerwehren, Sportvereinen und Sicherheitsbehörden.
Ein besonderes Ereignis war 2024 ein Vortrag von Korex-Leiter Sven Daniel am Georg-Büchner-Gymnasium in Bad Vilbel. Dort thematisierte er rechtsextreme Aktivitäten in sozialen Medien – ein Beispiel für den verstärkten Fokus des Zentrums auf digitale Aufklärung.
Das rasante Wachstum von Korex unterstreicht seine wachsende Bedeutung im hessischen Gemeinwesen. Mit Veranstaltungen in mehr Sektoren als je zuvor bleibt der Schwerpunkt auf Prävention und Bildung. Die Zahlen des vergangenen Jahres bestätigen die Rolle des Zentrums als zentraler Akteur im Kampf gegen Extremismus in der Region.






