21 April 2026, 18:36

Kriminalitätsrückgang 2025: Weniger Straftaten, aber mehr schwere Gewalt in Deutschland

Liniendiagramm mit der Bezeichnung 'Tötungsdelikte pro 100.000 in Milwaukee, Wisconsin', das die Tötungsdelikte in den USA im Zeitverlauf zeigt.

Kriminalitätsrückgang 2025: Weniger Straftaten, aber mehr schwere Gewalt in Deutschland

Deutschland verzeichnete 2025 einen Rückgang der registrierten Kriminalität um 5,6 Prozent – doch schwere Gewaltdelikte nahmen zu

Im vergangenen Jahr gingen die insgesamt erfassten Straftaten in Deutschland um 5,6 Prozent zurück, wobei rund 5,5 Millionen Fälle registriert wurden. Gleichzeitig stieg jedoch die Zahl der schweren Gewaltdelikte, darunter Morde, Totschlag und Sexualstraftaten.

Die aktuellen Zahlen zeigen zudem, dass ausländische Tatverdächtige – insbesondere bei Gewalttaten – überproportional vertreten sind. Messerangriffe blieben ein großes Problem: Rund 29.000 Fälle wurden 2025 verzeichnet. Während die Gesamtkriminalität sank, stiegen die Zahlen bei Mord und Totschlag um 6,5 Prozent, Vergewaltigungen und schwere Sexualdelikte sogar um 8,5 Prozent.

Ausländische Staatsbürger waren in der Tatverdächtigenstatistik überrepräsentiert – ihr Anteil lag, bezogen auf den Bevölkerungsanteil, 2,6-mal höher als bei deutschen Bürgern. Bei Gewaltdelikten war das Verhältnis mit fast dem Vierfachen noch deutlicher. Die häufigsten Herkunftsländer unter den nichtdeutschen Tatverdächtigen waren die Türkei, Syrien, Rumänien, die Ukraine, Polen und Afghanistan.

Die Türkische Gemeinde in Deutschland kritisierte die Aufbereitung der Daten durch die Regierung scharf. Mehtap Çağlar, Bundesvorsitzende des Verbandes, warf Innenminister Alexander Dobrindt vor, die Statistik für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Die Polizeidaten spiegelten eher das Kontrollverhalten der Behörden wider als das tatsächliche Kriminalitätsgeschehen, erklärte sie und bezeichnete die Interpretation als "rassistisch".

Der Kriminalitätsbericht 2025 zeichnet ein zwiespältiges Bild: Weniger Straftaten insgesamt, aber mehr schwere Gewaltdelikte. Die überproportionale Präsenz ausländischer Tatverdächtiger in den Statistiken hat eine Debatte über deren Aussagekraft und politische Folgen ausgelöst. Behörden und Interessenverbände streiten weiterhin über die Deutung der Zahlen.

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