Kunstwerk bewahrt Erinnerung an Münchens legendäres Schwabinger 7 vor dem Abriss
Klaus TrommlerKunstwerk bewahrt Erinnerung an Münchens legendäres Schwabinger 7 vor dem Abriss
Ein Stück Münchner Nachtlebensgeschichte wurde in einem neuen Kunstwerk des 85-jährigen Bruckmühler Künstlers Rupert Dorrer bewahrt. Sein Mixed-Media-Gemälde Schwabinger 7 hält die ikonische Wand der berühmtesten Bar der Stadt fest – kurz vor deren Abriss. Das Werk wird am Montag, dem 14. März, um 11 Uhr von Bruckmühls Bürgermeister Richard Richter offiziell enthüllt.
Das Schwabinger 7 war einst die legendärste Bar Münchens und eine feste Größe in der Kulturszene der Stadt. Bevor das Lokal abgerissen wurde, fotografierte Dorrer die markante Wand und verwandelte das Bild später in ein mehrschichtiges Gemälde auf Holz. Mit den Maßen 140 cm Breite und 72 cm Höhe verbindet das Kunstwerk Fotografie und Malerei, um die Atmosphäre der Bar wiederzubeleben.
Das Werk wurde zunächst versteigert, bevor es von Denn's Biomarkt erworben wurde, der es nun einer Galerie in Bruckmühl als Leihgabe überlassen hat. Dorrer, der noch immer mit Gerd "Manila" Waldhauser – dem ehemaligen Wirt der Bar – am Stammtisch des Grünen Ecks in Schwabing zusammenkommt, bleibt der Epoche verbunden, die sein Kunstwerk verkörpert.
In Bruckmühl geboren und aufgewachsen, hat Dorrer jahrzehntelang lokale und kulturelle Wahrzeichen dokumentiert. Mit seinem jüngsten Werk sorgt er dafür, dass die Erinnerung an das Schwabinger 7 weiterlebt – auch wenn das ursprüngliche Gebäude nicht mehr steht.
Die feierliche Enthüllung findet in der Bruckmühler Galerie statt und markiert die erste öffentliche Präsentation des Kunstwerks. Durch den Erwerb und die Leihgabe von Denn's Biomarkt ist das Gemälde nun für Besucher zugänglich. Es steht als bleibende Hommage an eine geliebte Münchner Institution.