10 March 2026, 14:35

Lärm und Erschütterungen: Rödermarks Kampf um eine ruhige Straße

Eine belebte Straßenszene mit Fahrzeugen, einer Brücke, Verkehrsampeln, Gebäuden, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Lärm und Erschütterungen: Rödermarks Kampf um eine ruhige Straße

Anwohner in Rödermark klagen seit Langem über Lärm und Erschütterungen durch die marode Landesstraße L3097. Seit 2020 führt die Stadt dazu Gespräche, Arbeitsgruppen und Bürgerversammlungen durch, um das Problem in den Griff zu bekommen. Nun prüfen die Verantwortlichen neue Maßnahmen, um den Verkehr zu entlasten und die Belastung für die Anwohner zu verringern.

Bei einer kürzlichen öffentlichen Veranstaltung diskutierten rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer eineinhalb Stunden lang über den Verkehr auf der L3097. Anwesend waren Bürgermeister Jörg Rotter, Erste Stadträtin Andrea Schulner, Verkehrsexperten sowie Vertreter der Polizei. Die Anwohner forderten mehr Tempo-30-Zonen, insbesondere an der Kreuzung Mainzer Straße / Heinrich-Heine-Straße.

Die Stadt hat bereits in Ober-Roden und Urberach Tempo-30-Bereiche eingerichtet. Weitere verkehrsberuhigende Maßnahmen werden derzeit für die Frankfurter Straße geprüft. Ein Lkw-Durchfahrtsverbot auf bestimmten Strecken, das den Schwerlastverkehr umlenken soll, soll bis Anfang 2025 in Kraft treten.

Trotz dieser Schritte empfinden manche Anwohner die Fortschritte als zu langsam. Die Stadt stößt an finanzielle Grenzen – so scheiterte der geplante Kreisverkehr an der Kipferl-Kreuzung am Haushalt. Zwar finden Geschwindigkeitskontrollen statt, doch umfassendere Änderungen erfordern die Zustimmung übergeordneter Behörden. Die komplexen Verkehrsregelungen in Deutschland verstärken zudem den Eindruck von Untätigkeit.

Die Stadt arbeitet weiterhin mit Landesbehörden zusammen, um Lärm- und Verkehrsprobleme zu lösen. Geplant sind neue Tempolimits und Lkw-Beschränkungen, doch Finanzierung und rechtliche Hürden bleiben bestehen. Aktuelle Informationen zu Lärmminderungsmaßnahmen oder künftigen Tempo-30-Zonen erhalten Bürger direkt bei der Rödermarker Stadtverwaltung oder bei Hessen Mobil.

Quelle