Lufthansa übertrifft Erwartungen trotz Treibstoffkrise und Iran-Konflikt
Klaus TrommlerLufthansa übertrifft Erwartungen trotz Treibstoffkrise und Iran-Konflikt
Lufthansa veröffentlicht Quartalszahlen für 2026: Herausforderungen und unerwartete Stärken
Die Lufthansa hat ihre Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vorgelegt – mit einer Mischung aus Belastungen und positiven Überraschungen. Trotz eines durch den Iran-Konflikt bedingten Anstiegs der Treibstoffkosten um 1,7 Milliarden Euro fiel der bereinigte operative Verlust geringer aus als befürchtet. Anleger reagierten erleichtert und trieben die Aktie des Konzerns um über 8 Prozent nach oben.
Das bereinigte operative Minus belief sich im ersten Quartal auf 612 Millionen Euro – ein besseres Ergebnis als die von Analysten prognostizierten 659 Millionen Euro Verlust. Der Umsatz stieg um 8 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro, verfehlte damit aber die Erwartungen der Marktbeobachter, die mit 9,3 Milliarden Euro gerechnet hatten.
Die durch den Iran-Krieg verursachten Treibstoffengpässe zwingen die Lufthansa, im Sommer 20.000 Flüge zu streichen. Zudem bereitet das Unternehmen Notfallpläne für Langstreckenverbindungen nach Asien und Afrika vor. Dennoch versicherten Verantwortliche, dass die Treibstoffversorgung an den wichtigsten Drehkreuzen bis Juni gesichert sei.
Trotz der zusätzlichen Kosten hält die Airline an ihrer Jahresprognose fest: Der bereinigte operative Gewinn soll die 1,96 Milliarden Euro aus dem Jahr 2025 übertreffen. Diese Einschätzung steht jedoch unter dem Vorbehalt, dass es zu keinen weiteren Lieferengpässen bei Treibstoff oder Arbeitsniederlegungen kommt.
Die Quartalszahlen übertrafen insgesamt die Erwartungen und dämpften die Sorgen der Investoren. Da die Treibstoffreserven vorerst stabil sind, konzentriert sich die Lufthansa nun auf die Bewältigung des reduzierten Sommerflugplans. Die kommenden Monate werden zeigen, ob der Konzern seine Gewinnziele trotz anhaltender geopolitischer Spannungen halten kann.






