25 April 2026, 02:31

M&A-Boom in Deutschland: Warum der Höhenflug der Fusionen ins Stocken gerät

Ein belebter Markt im Freien in Heidelbergs Altstadt mit Menschen an Tischen mit Blumentöpfen unter Schirmen, mit Gebäuden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

M&A-Boom in Deutschland: Warum der Höhenflug der Fusionen ins Stocken gerät

Deutsche Unternehmen treiben eine neue Welle von Fusionen und Übernahmen (M&A) voran, doch es mehren sich die Anzeichen, dass der Boom an Fahrt verliert. Zwar planen viele Firmen weiterhin weitere Transaktionen, doch Experten warnen, dass überhöhte Bewertungen und sich verschiebende Prioritäten den Markt verändern könnten. Die aktuellen Trends zeigen eine deutliche Bevorzugung vertrauter Märkte gegenüber riskanteren Schwellenländern.

Mehr als drei Viertel der Unternehmens-M&A-Teams beabsichtigen, im kommenden Jahr weitere Übernahmen zu tätigen. Ihr Fokus liegt dabei auf Märkten, in denen sie bereits aktiv sind – eine Strategie, die mittlerweile mit 6,88 von 10 Punkten bewertet wird. Organisches Wachstum bleibt der stärkste Treiber für Deals und erreichte mit 8,59 Punkten einen Rekordwert.

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Die Kaufpreise sind auf beispiellose Höhen gestiegen, wobei die Bewertungen in vielen Branchen als deutlich überzogen gelten. M&A-Berater stuften das Problem der Bewertungsinflation mit 8,76 von 10 Punkten ein – ein klares Zeichen für breite Besorgnis. Gleichzeitig hat die Attraktivität von Schwellenmärkten nachgelassen und liegt auf der gleichen Skala nur noch bei 3,94 Punkten.

Regulatorische Hürden scheinen sich zu verringern: Die Wahrscheinlichkeit von Einwänden wird mittlerweile mit 3,35 Punkten bewertet. Dennoch verlassen sich die meisten Unternehmen bei der Hälfte oder weniger ihrer Transaktionen auf externe Unterstützung. Einige Experten fragen sich inzwischen, ob der Höhepunkt der M&A-Aktivitäten bereits überschritten ist, und verweisen auf wachsenden Pessimismus in Bezug auf künftige Deals.

Die M&A-Landschaft verändert sich, da Unternehmen Stabilität höher gewichten als die Expansion in neue Regionen. Angesichts gespannter Bewertungen und geringerer regulatorischer Barrieren konzentrieren sie sich auf bekannte Märkte. Die nächste Phase könnte weniger, dafür aber strategischere Transaktionen bringen – angetrieben von organischem Wachstum statt von spekulativen Wetten.

Quelle