M&A-Markt bleibt dynamisch: Warum Unternehmen trotz hoher Preise weiter kaufen
Betty BruderM&A-Markt bleibt dynamisch: Warum Unternehmen trotz hoher Preise weiter kaufen
Der Markt für Fusionen und Übernahmen bleibt lebendig, mit einer starken Nachfrage nach Desinvestitionen bei mittelgroßen und großen Unternehmen. Günstige Rahmenbedingungen und hohe Liquidität befeuern die Optimismus der Verkäufer, wie eine gemeinsame Umfrage der Kanzlei CMS und des Finance-Magazins zeigt.
Eine Studie von CMS prognostiziert, dass der M&A-Boom auch über das Jahr 2017 hinaus anhalten wird. Dennoch berichten Führungskräfte von einem schrumpfenden Angebot attraktiver Übernahmeziele. Trotz dieser Entwicklung scheitern viele Transaktionen weiterhin an überzogenen Preisvorstellungen.
Strategisch ausgerichtete M&A-Verantwortliche setzen zunehmend auf gezielte Akquisitionen, um Innovation voranzutreiben – 45 Prozent der Befragten halten diese für unverzichtbar. Die Hälfte der Unternehmen sieht Übernahmen zudem als zentralen Bestandteil ihrer Digitalisierungsstrategie. Die Bedeutung regulatorischer Compliance hat stark zugenommen: 40 Prozent verzeichnen einen deutlichen Anstieg ihrer Relevanz in den vergangenen fünf Jahren.
In Deutschland ist der Wettbewerb um Übernahmeziele besonders intensiv und erreicht mit 8,25 von 10 Punkten einen Rekordwert. Private-Equity-Investoren profitieren von außergewöhnlich günstigen Finanzierungsbedingungen und sehen sich kaum Hürden gegenüber. Gleichzeitig betonen 75 Prozent der Befragten die Notwendigkeit von Garantieklauseln in Verträgen, um Compliance-Risiken einzudämmen.
Die M&A-Landschaft zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung: Starke Nachfrage und hohe Liquidität halten die Aktivität aufrecht. Dennoch prägen Herausforderungen wie hohe Bewertungen und regulatorische Bedenken weiterhin die Transaktionspraxis. Immer mehr Unternehmen nutzen Übernahmen, um Innovation und digitales Wachstum zu fördern.






