25 June 2026, 18:22

Mercedes-Benz will 40-Stunden-Woche einführen – doch die Belegschaft wehrt sich

Mercedes-Benz-Betriebsrat lehnt 40-Stunden-Woche ab

Mercedes-Benz will 40-Stunden-Woche einführen – doch die Belegschaft wehrt sich

Mercedes-Benz steht unter Druck, die Arbeitszeit zu verlängern, um Kosten zu senken und wettbewerbsfähig zu bleiben. Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, ob die Beschäftigten von der aktuellen 35-Stunden-Woche auf eine 40-Stunden-Woche zurückkehren sollen. Sowohl die Unternehmensführung als auch die Arbeitnehmervertreter haben sich mittlerweile zu dem Vorschlag geäußert.

Martin Brudermüller, Vorsitzender des Aufsichtsrats, argumentiert, dass eine Ausweitung der Arbeitszeit unverzichtbar sei. Längere Arbeitszeiten würden seiner Meinung nach helfen, die Lohnkosten zu drücken, die in Deutschland derzeit höher sind als in anderen Märkten. Das Unternehmen bestätigte, dass seine strukturellen Kosten – einschließlich der Löhne – im internationalen Vergleich weniger wettbewerbsfähig seien.

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Ergun Lümali, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats, lehnt eine Verlängerung der Arbeitszeit ohne zusätzliche Bezahlung hingegen ab. Eine solche Maßnahme würde das Problem der unterausgelasteten deutschen Werke nicht lösen, betonte er. Lümali wies zudem darauf hin, dass Lohnverhandlungen in die Zuständigkeit der IG Metall und der Arbeitgeberverbände fielen – Mercedes könne daher derzeit nicht direkt verhandeln.

Aktuell arbeiten die Mitarbeiter von Mercedes-Benz eine 35-Stunden-Woche. Offizielle Gespräche über eine Änderung gibt es bisher nicht. Das Unternehmen bleibt jedoch mit den Arbeitnehmervertretern im Dialog, um mögliche Effizienzsteigerungen zu prüfen.

Der Vorschlag, die Arbeitszeit zu erhöhen, stößt bei den Gewerkschaftsvertretern auf Widerstand. Mercedes sucht weiterhin nach Wegen, die Kosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Vorerst bleibt es bei der 35-Stunden-Woche – eine unmittelbare Änderung der Regelung ist nicht zu erwarten.

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