11 March 2026, 12:32

Migros gibt auf: Tegut-Supermärkte gehen nach Jahrzehnten an Edeka

Ein altes Foto eines belebten Marktes in Stuttgart, Deutschland, mit zahlreichen Gebäuden, Menschen, Karren und verschiedenen Gegenständen, mit Text am unteren Bildrand.

Migros trennt sich von Tegut - Edeka übernimmt Läden - Migros gibt auf: Tegut-Supermärkte gehen nach Jahrzehnten an Edeka

Schweizer Händler Migros zieht sich nach Jahren des Kampfes aus Deutschland zurück. Der Konzern hat sich darauf verständigt, seine Supermarktkette Tegut an Edeka zu verkaufen – und beendet damit nach Jahrzehnten seine Geschäftstätigkeit im Land. Anhaltende finanzielle Schwierigkeiten und harter Wettbewerb machten den Schritt unvermeidbar.

Tegut wurde 1947 in Fulda gegründet und wuchs auf über 300 Filialen in sechs Bundesländern, vor allem in Hessen. Derzeit beschäftigt das Unternehmen rund 7.700 Mitarbeiter. Doch rückläufige Umsätze und zunehmender Konkurrenzdruck ließen Migros keine tragfähige langfristige Alternative – außer den Rückzug vom deutschen Markt.

Edeka übernimmt einen Großteil der Tegut-Standorte, insbesondere in Hessen. Durch die Übernahme werden rund 200 Filialen gesichert und über 4.500 Arbeitsplätze erhalten. Die Läden sollen in das genossenschaftliche Netzwerk von Edeka integriert werden, um Schließungen zu vermeiden.

Die Zukunft der übrigen Tegut-Filialen, die nicht Teil der Edeka-Vereinbarung sind, bleibt jedoch ungewiss. Gespräche mit anderen potenziellen Käufern laufen noch, doch wurden bisher keine Entscheidungen getroffen. Unklar ist auch, wie viele Standorte außerhalb Hessens langfristig weiterbetrieben werden können.

Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundeskartellamt. Finanzielle Details des Deals wurden nicht bekannt gegeben.

Der Verkauf markiert das Ende von Migros' Engagement in Deutschland nach Jahren wirtschaftlicher Belastungen. Durch die Übernahme von Edeka bleiben viele Tegut-Filialen erhalten und tausende Jobs gesichert. Das endgültige Schicksal der verbleibenden Standorte hängt von weiteren Verhandlungen und der kartellrechtlichen Freigabe ab.

Quelle