01 May 2026, 22:36

Nach 400 Jahren schließt die "Alte Apotheke" für immer ihre Türen

Schwarzes und weißes Foto eines alten Apothekeninneren mit Regalen voller Flaschen, einem Tisch mit Gegenständen, einem Stuhl, einer Tür und einer Wand, mit Text unten.

Nach 400 Jahren schließt die "Alte Apotheke" für immer ihre Türen

Die „Alte Apotheke“ schließt nach über 400 Jahren für immer ihre Pforten

Die „Alte Apotheke“, eine historische Apotheke mit mehr als 400 Jahren Tradition, hat endgültig geschlossen. Inhaber Christian Toll traf diese schwere Entscheidung, nachdem er seinen Filialleiter verloren hatte – ohne ausreichend Personal konnte der Betrieb nicht weitergeführt werden. Das Gebäude, in dem einst die „Adler Apotheke“ ansässig war, steht nun vor einer ungewissen Zukunft, da sich auch Branchen außerhalb der Pharmazie für die Räumlichkeiten interessieren.

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Toll hatte die Apotheke 2014 übernommen und schätzte stets ihr kulturelles Erbe. Selbst während der DDR-Zeit blieb der Betrieb ohne Unterbrechung geöffnet und war damit eine feste Größe in der Gemeinde. Doch als der Filialleiter kündigte, konnte Toll den Standort nicht länger aufrechterhalten. Zwölf Mitarbeiter behielt er in seiner Hauptapotheke – darunter vier, die zuvor in der „Alten Apotheke“ tätig waren.

Die Schließung ist Teil eines größeren Trends in Brandenburg: 2025 wurden dort zehn Apotheken geschlossen, vier weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig eröffneten vier neue, sodass noch 523 Apotheken im Land in Betrieb sind.

Trotz des Verlusts bleibt die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung gesichert: Zwei weitere Apotheken vor Ort übernehmen die Betreuung der Kunden. Der Mietvertrag der „Alten Apotheke“ ist inzwischen ausgelaufen, und Unternehmen aus anderen Branchen zeigen bereits Interesse an dem historischen Gebäude.

Mit der Schließung endet ein langes Kapitel der lokalen Geschichte. Die verbleibenden Apotheken der Stadt werden die Kunden der „Alten Apotheke“ übernehmen, sodass keine Versorgungslücke entsteht. Während die Zukunft des über 400 Jahre alten Standorts noch offen ist, wartet die Gemeinde gespannt darauf, was als Nächstes mit dem traditionsreichen Haus geschieht.

Quelle