Nachtarbeit in Deutschland erreicht neuen Höchststand mit 17,8 % der Beschäftigten
Ottilie KreinNachtarbeit in Deutschland erreicht neuen Höchststand mit 17,8 % der Beschäftigten
Die Zahl der Nachtarbeiter in Deutschland ist in den vergangenen fünf Jahren stetig gestiegen. 2024 arbeiteten 17,8 % der Beschäftigten in Nachtschichten – ein Anstieg gegenüber 16,5 % im Jahr 2020. Dieser Trend spiegelt Veränderungen in verschiedenen Branchen wider, wobei mittlerweile fast 4,0 Millionen Menschen nachts tätig sind.
Offizielle Daten der Bundesagentur für Arbeit und des Mikrozensus zeigen einen allmählichen Anstieg der Nachtarbeit. Der Anteil kletterte von 16,5 % im Jahr 2020 auf 17,8 % im Jahr 2024. Insgesamt arbeiten nun 9,3 % der gesamten Erwerbsbevölkerung Deutschlands regelmäßig in der Nacht.
Bestimmte Sektoren sind besonders auf Nachtkräfte angewiesen. 2024 führte die Luftfahrtbranche mit 42,6 % ihrer Beschäftigten in Nachtschichten. Es folgten Sicherheitsdienste und Detekteien mit 40,2 %, während die Metallherstellung und -verarbeitung mit 31,1 % auf Platz drei lag. Auch Lagerhaltung und Transportdienstleistungen (18,6 %) sowie das Gesundheitswesen (17,6 %) verzeichneten überdurchschnittlich hohe Werte.
Es zeigen sich auch demografische Unterschiede: Jüngere Arbeitnehmer (10,6 %) und Berufstätige in der mittleren Karrierephase (9,6 %) arbeiteten häufiger nachts als ältere Kollegen (7,4 %). Männer (11,7 %) waren zudem öfter in Nachtschichten tätig als Frauen (6,5 %). Die geringste Quote wies mit nur 1,8 % der Bereich der vorbereitenden Bauarbeiten auf.
Der kontinuierliche Anstieg der Nachtarbeit unterstreicht ihre wachsende Bedeutung für die deutsche Wirtschaft. Mit fast 4,0 Millionen Beschäftigten, die mittlerweile nachts arbeiten, sind Branchen wie Luftfahrt, Sicherheit und Gesundheitswesen auf diese Schichten angewiesen. Die Daten zeigen zudem deutliche Unterschiede nach Alter, Geschlecht und Sektor.






