06 May 2026, 01:16

Nouripour kritisiert Deutschlands zögerliche Iran-Politik nach Angriffen auf Handelsschiffe

Detailierte Plakatkarte der iranisch-sowjetischen Grenze mit geografischen Merkmalen und Landesgrenzen sowie erklärendem Text.

Nouripour kritisiert Deutschlands zögerliche Iran-Politik nach Angriffen auf Handelsschiffe

Omid Nouripour, ein führender Politiker der Grünen und Außenexperte, hat die aktuelle Iran-Politik Deutschlands scharf kritisiert. Seine Vorwürfe richten sich gegen die Haltung der Bundesregierung angesichts der zunehmenden Spannungen, insbesondere nach den jüngsten Angriffen auf zivile Schiffe in der Straße von Hormus. Nouripour wirft Berlin vor, auf die eskalierenden Bedrohungen zu zaghaft zu reagieren.

Besonders hart ging der Grünen-Politiker mit Außenminister Johann Wadephul (CDU) ins Gericht. Er warf dem Minister vor, im Umgang mit Iran keine klaren Schritte einzuleiten und Deutschland damit in eine defensive, abwartende Position zu drängen. Nouripour zufolge habe das Land dadurch an Einfluss in der Region eingebüßt.

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Der Grünen-Abgeordnete warnte zudem davor, in der Debatte über den Konflikt den Begriff „Waffenruhe“ zu verwenden. Eine solche Wortwahl könnte seiner Meinung nach den falschen Eindruck erwecken, die Lage habe sich bereits zu einem offenen Krieg zugespitzt. Seine Bedenken äußert er vor dem Hintergrund von Berichten über iranische Angriffe auf Handelsschiffe, die er als „völlig inakzeptabel“ bezeichnete.

Nouripour geht davon aus, dass sich Iran derzeit in Verhandlungen in einer Position der Stärke wähnt. Um gegenzusteuern, fordert er, dass Deutschland – als zentraler europäischer Akteur, der direkt von der Krise betroffen ist – selbst die Initiative ergreifen müsse. Sein Vorschlag sieht vor, mit neuen diplomatischen Ansätzen an den Verhandlungstisch zurückzukehren, statt auf das Handeln anderer zu warten.

Die Äußerungen Nouripours spiegeln eine wachsende Unzufriedenheit mit der deutschen Rolle im Iran-Konflikt wider. Er plädiert für einen Wechsel von passiver Beobachtung zu aktiver Diplomatie und betont die Notwendigkeit eigenständiger, von Deutschland vorangetriebener Lösungen. Die Angriffe auf die Schifffahrt und Irans wahrgenommener Verhandlungsvorteil stehen im Mittelpunkt seines Appells für ein entschlosseneres Engagement.

Quelle