NRW-Umfrage zeigt Stimmungsumschwung: CDU verliert, Sorgen um Wirtschaft wachsen
Leonhard PreißNRW-Umfrage zeigt Stimmungsumschwung: CDU verliert, Sorgen um Wirtschaft wachsen
Eine aktuelle Umfrage in Nordrhein-Westfalen zeigt sich wandelnde politische und wirtschaftliche Stimmungsbilder. Die zwischen dem 22. und 25. Juni durchgeführte Erhebung befragte 1.139 wahlberechtigte Bürger telefonisch und online. Die Ergebnisse offenbaren deutliche Verschiebungen bei der Parteiensympathie, der Wirtschaftsstimmung und den öffentlichen Prioritäten.
Die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst verliert in der Wählergunst drei Prozentpunkte und kommt nun auf 32 Prozent. Auch die SPD büßt drei Punkte ein und liegt bei 17 Prozent – gleichauf mit der rechtspopulistischen AfD. Gleichzeitig legten die Grünen zwei Punkte zu und erreichen 15 Prozent, während die FDP mit einem Plus von einem Punkt erstmals seit April 2024 wieder die Fünf-Prozent-Hürde überschreitet.
Die wirtschaftlichen Sorgen im Land nehmen zu. Nur noch 22 Prozent der Wähler bewerten die wirtschaftliche Lage als sehr gut oder gut – ein Rückgang um neun Punkte im Vergleich zum Vorjahr. 16 Prozent der Erwerbstätigen fürchten um ihren Arbeitsplatz, sechs Punkte mehr als 2023. Die steigenden Preise wirken sich zudem auf die Reisepläne aus: Jeder vierte Einwohner verzichtet auf teure Reisen oder sagt sie ganz ab.
Die Zufriedenheit mit der Landesregierung ist seit Februar deutlich gesunken. Nur noch 42 Prozent zeigen sich mit ihrer Arbeit zufrieden. Themen wie Infrastruktur, öffentlicher Nahverkehr und Verkehrsprobleme haben die Migration meanwhile als drängendstes Wähleranliegen abgelöst.
Die Umfrage macht einen klaren Wandel in den politischen und wirtschaftlichen Einstellungen Nordrhein-Westfalens deutlich. Die CDU bleibt zwar stärkste Kraft, doch ihr Vorsprung schmilzt. Wirtschaftliche Ängste und Unmut über die Regierungspolitik prägen zunehmend die Prioritäten der Wähler – mit Blick auf künftige Wahlen.
