22 March 2026, 02:27

Offenbach rettet Sozialkaufhaus Luise34 mit 40.000 Euro – doch die Krise bleibt

Altes Schwarz-Weiß-Foto eines belebten Marktplatzes in Stuttgart, Deutschland, mit mehrstöckigen Gebäuden, Passanten, Pferdewagen und verschiedenen Marktständen; handgeschriebener Text erscheint entlang der unteren Kante.

Offenbach rettet Sozialkaufhaus Luise34 mit 40.000 Euro – doch die Krise bleibt

"Luise34", das Sozialkaufhaus der Caritas Offenbach, kämpft ums Überleben. Nun springt die Stadt mit Notfallhilfen ein, um die Einrichtung durch die aktuelle Krise zu bringen.

Ein Zuschuss in Höhe von 40.000 Euro wurde im Rahmen eines umfassenderen Unterstützungsprogramms bewilligt, um dem Kaufhaus angesichts steigender finanzieller Belastungen und Personalengpässen unter die Arme zu greifen.

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Die Mittel stammen aus dem "Konjunkturprogramm zur Bewältigung der Energiekrise" der Stadt Offenbach, das ursprünglich für Energieberatungen von Bürgerinnen und Bürgern vorgesehen war. Nach massiven finanziellen Problemen bei Luise34 lenkte die Stadt die Gelder um. Betont wurde jedoch, dass es sich um eine einmalige Zahlung handelt – keine Dauerlösung.

Besonders drängend ist die Personalsituation: Da die Beschäftigtenquote in Offenbach steigt, stehen weniger Ehrenamtliche zur Verfügung, von denen viele zuvor aus Arbeitsförderungsmaßnahmen kamen. Sozialkaufhäuser wie Luise34 sind auf diese Kräfte angewiesen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Die Caritas Offenbach hat zugesagt, Luise34 durch die Krise zu begleiten und die Wirkung der Hilfsmaßnahmen zu evaluieren. Parallel plant die Stadt für diesen Frühling einen Runden Tisch mit anderen Wohlfahrtsverbänden, um die Zusammenarbeit zu stärken und Ressourcen besser zu bündeln.

Luise34 ist kein Einzelfall: In ganz Deutschland stehen ähnliche Einrichtungen vor dem Aus, da wirtschaftliche Verschiebungen die Zahl der Freiwilligen und die Finanzierung schmälern. Anders als große Handelsketten wie Galeria, die kürzlich die Mehrheit ihrer Filialen retten konnte, fehlen Sozialkaufhäusern oft solche finanziellen Auffangnetze.

Die 40.000 Euro bringen vorerst Entlastung – doch ohne grundlegende Veränderungen bleibt die Zukunft von Luise34 ungewiss. Eine dauerhafte Aufstockung der Mittel lehnt die Stadt ab, sodass das Kaufhaus nach alternativen Lösungen suchen muss. Die anstehenden Gespräche beim Runden Tisch könnten entscheiden, ob neue Partnerschaften das Überleben langfristig sichern.

Quelle