Opel halbiert Produktion in Rüsselsheim – Umbruch unter PSA-Führung
Leonhard PreißOpel halbiert Produktion in Rüsselsheim – Umbruch unter PSA-Führung
Opel drosselt die Produktion in seinem Werk Rüsselsheim um die Hälfte. Der Schritt erfolgt, während der Automobilhersteller sich an veränderte Nachfrage und die neue Eigentümerschaft unter dem Dach von Groupe PSA anpasst. Die Auslastung des Standorts war bereits 2018 gesunken – im Vergleich zum Vorjahr wurden dort 19.000 Fahrzeuge weniger gefertigt.
Groupe PSA hatte Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall 2017 von General Motors für 2,2 Milliarden Euro übernommen. Seither durchläuft das Unternehmen eine Umstrukturierung im Rahmen seines Pace!-Plans, der bis 2020 eine operative Marge von 2 Prozent und bis 2026 von 6 Prozent vorsieht. Ein zentraler Bestandteil dieser Strategie ist die Straffung von Produktion und Lieferketten.
Im Werk Rüsselsheim werden derzeit der Insignia Grand Sport, der Sports Tourer sowie der Kleinbus Zafira gefertigt. 2018 liefen dort über 67.000 Insignia und 28.000 Zafira vom Band, zusätzlich zu 28.000 Fahrzeugen für Drittanbieter – vermutlich weitere Modelle aus dem Groupe-PSA-Konzern. Um die Effizienz zu steigern, plant das Unternehmen, die Zahl der Zulieferer für das Werk zu halbieren und diese näher an den Standort zu verlegen.
Bis 2024 werden sämtliche Opel- und Vauxhall-Pkw auf gemeinsame Plattformen von Groupe PSA umgestellt. Trotz der Produktionskürzungen bleibt der Logistikpartner Gefco vorerst ohne Änderungen im Einsatz und unterstützt das Werk weiterhin.
Die Auslastung des Standorts Rüsselsheim wird damit deutlich reduziert. Die Umstrukturierung ist Teil von Opels langfristigen Rentabilitätszielen unter der Führung von Groupe PSA. Zudem werden alle künftigen Modelle auf den gemeinsamen Fahrzeugarchitekturen des Mutterkonzerns basieren.






