Phishing-Betrug bei UK-Reisevisum: Frau aus Gießen verliert 99 Dollar
Leonhard PreißPhishing-Betrug bei UK-Reisevisum: Frau aus Gießen verliert 99 Dollar
42-Jährige aus dem Landkreis Gießen fällt im April auf Phishing-Betrug bei UK-Reisevisum herein
Eine 42-jährige Frau aus dem Landkreis Gießen wurde Anfang April Opfer eines Phishing-Betrugs, nachdem sie ein Reisevisum für das Vereinigte Königreich beantragt hatte. Betrüger lockten sie auf eine gefälschte Website, wo sie eine angebliche Gebühr für ein nicht existierendes Dokument zahlte. Die Polizei warnt nun vor ähnlichen Maschen, die gezielt Reisende ins Visier nehmen.
Das Opfer beantragte, was es für eine Elektronische Reiseerlaubnis (ETA) hielt – eine seit Kurzem verpflichtende digitale Einreiseerlaubnis für das UK. Es überwies 99 US-Dollar per Kreditkarte und lud persönliche Unterlagen hoch, darunter eine Passkopie und ein Foto.
Am folgenden Tag erhielt die Frau eine Bestätigung über ihr "gültiges Visum", doch die E-Mail kam ihr zunehmend verdächtig vor. Bei einer Überprüfung stellte sie fest, dass es sich um eine betrügerische Phishing-Seite handelte, und sperrte umgehend ihre Kreditkarte.
Wie Polizeisprecherin Sabine Richter bestätigte, missbrauchen die Täter das echte ETA-System, um Geld und persönliche Daten abzugreifen. Die Zentrale Polizeidirektion Mittelhessen mit Sitz in der Ferniestraße 8 in Gießen hat die Ermittlungen übernommen. Noch liegen keine Zahlen vor, wie viele ähnliche Fälle seit April 2024 bundesweit gemeldet wurden. Für Rückfragen steht die Polizei unter der Rufnummer 49 641 7006-2044 zur Verfügung.
Durch ihr schnelles Handeln konnte die Geschädigte weitere Verluste verhindern. Dennoch warnen die Behörden: Betrüger setzen weiterhin auf gefälschte Visum-Websites, um an Daten und Geld zu gelangen. Die Polizei rät allen Antragstellern, vor der Eingabe persönlicher oder finanzieller Informationen unbedingt die offiziellen Regierungsseiten zu prüfen.






