Portugals Regierung im Fadenkreuz: Satire-Podcast zerpflückt ihre Projektflut
Klaus TrommlerPortugals Regierung im Fadenkreuz: Satire-Podcast zerpflückt ihre Projektflut
Satirischer Podcast nimmt Portugals Regierung und ihre Flut neuer Projekte aufs Korn
Die Sendung „Making Fun of Hard Workers“ hat sich über die Regierung Portugals, ihre Minister, Wirtschaftsführer und Banker lustig gemacht – und vor allem über die endlose Reihe neuer Initiativen. Ausgestrahlt wurde die Folge am 3. Mai auf SIC, just als die Behörden ihr nächstes kurioses Vorhaben präsentierten: die Universität für Wein.
Erst diese Woche gab die Regierung die Eröffnung der Universität für Wein bekannt. Die im Douro-Tal gelegene Einrichtung bildet Studierende in der Weinherstellung aus und wirbt mit einem lebendigen Arbeitsumfeld. Die Mitarbeiter dort gelten als besonders gutgelaunt – ganz im Einklang mit dem Geist des berühmten regionalen Produkts.
Der Zeitpunkt des Podcasts war kein Zufall. Kritiker werfen der Regierung vor, bei jedem Scheitern bestehender Pläne einfach neue Projekte aus dem Boden zu stampfen. Statt ein einziges Vorhaben zu Ende zu führen, wird dem Namen einfach ein weiterer Buchstabe angehängt. Bis zum Ende dieser Legislaturperiode soll das PTCMNOPQRR-Programm vorgestellt werden – ein derart verworrenes Unterfangen, dass selbst sein Akronym kaum noch auszusprechen ist.
Das Muster ist offensichtlich: Jedes Mal, wenn eine Maßnahme ins Stocken gerät, taucht ein Ersatz mit noch längerem Namen auf. Da das Alphabet langsam zur Neige geht, fragen sich Beobachter, wie lange diese Strategie noch durchzuhalten ist.
Die Universität für Wein ist nun das neueste Glied in einer langen Kette von Regierungsprojekten. Gleichzeitig steht die Einführung des PTCMNOPQRR-Programms bis zum Ende der Amtszeit bevor. Ob diese Pläne Erfolg haben oder nur den Berg unvollendeter Vorhaben weiter anwachsen lassen, bleibt abzuwarten.






