01 May 2026, 02:37

"Reclaim the Night" in Kreuzberg: Tausende fordern sichere Straßen trotz Ausschreitungen

Eine Gruppe von Menschen marschiert die Straße entlang, hölt eine pinkfarbene Banner mit der Aufschrift "Women's March in Berlin", mit einigen, die Köpfe und Schutzbrillen tragen und andere Fahnen halten, vor dem Hintergrund von Bäumen, Fahrzeugen und Himmel.

"Reclaim the Night" in Kreuzberg: Tausende fordern sichere Straßen trotz Ausschreitungen

Über 2.000 Menschen versammelten sich am Vorabend des 1. Mai im Berliner Bezirk Kreuzberg zur jährlichen "Reclaim the Night"-Kundgebung. Die Veranstaltung, die für ihren entschiedenen Einsatz gegen Belästigung im öffentlichen Raum bekannt ist, zog eine spürbar angespannte Menge an, als die Teilnehmenden durch das Viertel zogen.

Die Demonstration begann am Kottbusser Damm und führte in Richtung Köpenicker Straße. Unterwegs forderten die Anwesenden Maßnahmen gegen rassistische, queerenfeindliche und frauenverachtende Übergriffe in öffentlichen Räumen. Die Polizei meldete vier Vorfälle von Sachbeschädigung, darunter Vandalismus an Privatfahrzeugen und Polizeifahrzeugen.

Während des Marsches wurden Feuerwerkskörper gezündet, und Gegenstände flogen in Richtung der Beamten. Eine Person wurde festgenommen, weil sie eine Polizistin verbal beleidigt hatte. Trotz der Ausschreitungen beendete die Organisator:innen die Kundgebung etwa zehn Minuten früher als geplant.

Die Behörden hatten mit einem großen Andrang gerechnet – allein an dieser Veranstaltung nahmen schätzungsweise 2.600 Menschen teil. Im Vorfeld weiterer Demonstrationen am Freitag kündigte die Polizei an, insgesamt 5.300 Einsatzkräfte in der Stadt zu positionieren.

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Die Kundgebung endete früher als erwartet, doch die Stimmung blieb während der gesamten Veranstaltung angespannt. Angesichts mehrerer Vorfälle wird die Polizeipräsenz bei den anstehenden Protesten verstärkt. Die Demonstration unterstrich die langjährige Forderung nach sicheren Straßen angesichts anhaltender Belästigungen.

Quelle