13 April 2026, 10:32

Reform der Regionalliga entfacht Streit: Warum das Regionalmodell auf Widerstand stößt

Alte Deutschlandkarte auf Papier, zeigt die Provinzen Bayern, Baden-Württemberg und Baden mit regionalen Textdetails.

Reform der Regionalliga entfacht Streit: Warum das Regionalmodell auf Widerstand stößt

Vorschlag zur Reform der Regionalliga löst heftige Debatte aus

Ein geplanter Reformvorschlag für das deutsche Regionalliga-System hat unter Vereinen und Funktionären eine hitzige Diskussion ausgelöst. Das von einer Arbeitsgruppe unterstützte Regionalmodell würde die Ligastruktur grundlegend umgestalten – doch viele halten es für ungerecht und spaltend. Kritiker warnen, es schwäche den Wettbewerb und benachteilige bestimmte Regionen.

Eine 13-köpfige Arbeitsgruppe zur Regionalliga-Reform empfahl eine Aufteilung in vier Staffeln, wobei alle Meister in die 3. Liga aufsteigen sollen. Doch ihr Regionalmodell sieht vor, die Nord-, Nordost- und Bayern-Staffeln zu nur zwei Ligen zusammenzulegen, während West und Südwest unverändert blieben. Dieser Vorschlag stößt auf scharfe Ablehnung.

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Hermann Winkler, Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV), nannte die Idee "völlig realitätsfremd". Er warnte, sie würde den NOFV faktisch auflösen und Vereine für ihre Kritik bestrafen. Winkler sprach sich stattdessen für das Kompassmodell aus, das die Staffeleinteilung jedes Jahr nach Reiseentfernungen neu ordnet.

Daniel Meyer, Sportdirektor des Halleschen FC, bezeichnete das Regionalmodell als "schlechten Scherz" und kritisierte die Verantwortlichen für ihr Fehleinschätzung der Lage. Auch Toni Wachsmuth, Geschäftsführer von 1. FC Lokomotive Leipzig, verteidigte die Nordost-Regalliga als "wettbewerbsintensivste und attraktivste Liga".

Das Kompassmodell findet breite Unterstützung: Rund 70 Vereine der Initiative "Aufstiegsreform 2025" befürworten es. Tommy Haeder, Sprecher der Kampagne, nannte das Regionalmodell einen "politischen Schachzug", der den deutschen Fußball spalten würde. Die Vereine argumentieren, das Kompasssystem biete einen faireren und ausgewogeneren Ansatz.

Der Streit offenbart tiefe Gräben über die Zukunft der Regionalliga. Während die Arbeitsgruppe mit ihrem Regionalmodell eine Straffung der Liga anstrebt, betonen Gegner, es schade dem Wettbewerb und der regionalen Identität. Für die meisten beteiligten Vereine bleibt das Kompassmodell die bevorzugte Alternative.

Quelle