Renteneintrittsalter: Warum die meisten Deutschen gegen eine Erhöhung sind
Leonhard PreißRenteneintrittsalter: Warum die meisten Deutschen gegen eine Erhöhung sind
Die Mehrheit der Menschen in Deutschland lehnt eine Anhebung des Renteneintrittsalters ab. Aktuelle Umfragen zeigen breite Ablehnung in verschiedenen politischen Lagern und Regionen. Nur eine Minderheit befürwortet eine Erhöhung auf 67,5 Jahre.
Insgesamt sprechen sich 62 Prozent der Deutschen gegen eine Erhöhung des Renteneintrittsalters aus. Lediglich 29 Prozent halten eine schrittweise Anhebung um sechs Monate für vertretbar.
Besonders ausgeprägt ist die Ablehnung unter den Anhängern bestimmter Parteien: 84 Prozent der AfD-Wähler und 77 Prozent der Wähler der Linken lehnen die Pläne ab. Auch in Ostdeutschland stößt die Idee auf starken Widerstand – hier sind 73 Prozent dagegen.
Unter den Erwerbstätigen lehnen 68 Prozent eine Anhebung ab. Allerdings teilen nicht alle Gruppen diese Haltung: 58 Prozent der Unionsanhänger und 55 Prozent der Grünen-Befürworter sprechen sich für eine Erhöhung aus.
Die Daten zeigen tiefe Gräben in der Rentenpolitik. Die meisten Deutschen möchten die aktuelle Altersgrenze beibehalten. Politische Zugehörigkeit und regionale Herkunft prägen die Meinungen zu diesem Thema maßgeblich.
