Rheinmetall verkauft Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA
Leonhard PreißRheinmetall verkauft Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA
Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für vorläufig 350 Millionen Euro an AEQUITA
Der Deal markiert eine strategische Weichenstellung für das Unternehmen, wobei beide Seiten die Bedeutung des Geschäfts für ihre künftigen Pläne betonen.
Im Rahmen der Transaktion übernimmt AEQUITA bekannte Marken wie Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice, während alle bestehenden Mitarbeiter in ihren Positionen bleiben. Die verkaufte Sparte erzielte 2025 einen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro und beschäftigte etwa 6.250 Personen. Axel Geuer, Vorstandsvorsitzender von AEQUITA, erklärte, die Übernahme werde den Umsatz des Unternehmens im Automobilsegment auf nahezu fünf Milliarden Euro steigern.
Laut Vereinbarung erhält AEQUITA die vollen Markenrechte und wird das Geschäft als eigenständige Einheit weiterführen. Die meisten Standorte behalten ihre bisherigen Namen, um Kontinuität zu gewährleisten und Störungen zu minimieren. Drei deutsche Standorte, die mit dem Joint Venture KS Huayu AluTech verbunden sind, sind jedoch nicht Teil des Verkaufs und verbleiben bei Rheinmetall.
Das spanische Werk von Pierburg S.A. in Abadiano wird vorerst sowohl zivile als auch militärische Produkte fertigen, bevor es vollständig auf Rüstungsgüter umstellt. Gleichzeitig wird Dermalog SensorTec in die Sparte Waffe und Munition von Rheinmetall integriert und bleibt am Standort Neuss ansässig.
Rheinmetall-Chef Armin Papperger bezeichnete den Verkauf als „wichtigen Meilenstein“ in der Unternehmensgeschichte. Der Abschluss des Deals steht noch unter dem Vorbehalt von finalen Anpassungen und behördlichen Genehmigungen; die Fertigstellung wird für das vierte Quartal 2026 erwartet.
Sobald die Transaktion vollzogen ist, wird sie Rheinmetalls strategische Ausrichtung neu definieren und gleichzeitig AEQUITAs Präsenz im Automobilsektor stärken. Die bestehende Belegschaft und die Geschäftsabläufe bleiben unter der neuen Führung unverändert, was Kontinuität für Kunden und Mitarbeiter sichert. Der genaue Zeitplan für den Abschluss hängt von den regulatorischen Freigaben und den finalen Abstimmungen ab.






