RWE und Terralayr bündeln Batteriespeicher in virtuelle Großanlage für mehr Effizienz
Betty BruderRWE und Terralayr bündeln Batteriespeicher in virtuelle Großanlage für mehr Effizienz
RWE und Terralayr haben ein fünfjähriges Tolling-Abkommen für ein Batteriespeicher-Portfolio mit einer Leistung von 50 MW und einer Kapazität von 100 MWh unterzeichnet. Die Vereinbarung, die 2026 in Kraft tritt, sieht vor, dass RWE mehrere Speicherstandorte von Terralayr optimiert. Sämtliche Anlagen befinden sich im Netzgebiet des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz.
Unterdessen hat Bosch in Bamberg seinen ersten hauseigenen Elektrolyseur für grünen Wasserstoff in Betrieb genommen. Die 2,5-MW-Anlage erfüllt strenge EU-Vorgaben für die Herstellung von erneuerbarem Wasserstoff.
Das Abkommen zwischen RWE und Terralayr basiert auf einem "Multi-Asset-Kapazitäts-Tolling"-Modell. Dabei wird die Kapazität mehrerer kleinerer Batteriesysteme zu einer einzigen virtuellen Einheit gebündelt. Betreiber können so langfristige Verträge mit festen Preisen abschließen, was für finanzielle Planungssicherheit sorgt.
Im Rahmen der Vereinbarung erhält Terralayr eine jährliche Festvergütung, deren genaue Höhe jedoch nicht bekannt gegeben wurde. RWE übernimmt für die Laufzeit von fünf Jahren die Marktoptimierung der Batterieanlagen. Mikko Preuß, Chief Commercial Officer von Terralayr, betonte, dass stabile Einnahmequellen entscheidend für die Finanzierung von Batteriespeicherprojekten seien.
Die Batteriesysteme werden über eine Flexibilitätsplattform zusammengefasst, sodass sie wie eine große virtuelle Batterie funktionieren. Dieses Modell soll Effizienz und Wirtschaftlichkeit steigern.
Boschs neuer Elektrolyseur in Bamberg markiert einen Meilenstein für das Unternehmen. Die Anlage entspricht den EU-Richtlinien für grünen Wasserstoff und garantiert eine vollständig erneuerbare Produktion.
Die Diskussionen über Batteriespeicher werden auf dem Battery Business & Development Forum am 16. Juli in Frankfurt fortgesetzt. Themen sind unter anderem Netzanschluss, Genehmigungsverfahren, Finanzierung sowie regulatorische Trends in Deutschland, Italien und anderen europäischen Märkten.
Die Kooperation zwischen RWE und Terralayr schafft einen Rahmen für die gemeinsame Vermarktung von Batteriespeicheranlagen. Der Vertrag startet 2026 und konzentriert sich auf die Optimierung mehrerer Standorte im Netzgebiet von 50Hertz. Boschs Elektrolyseur unterstreicht derweil die Bestrebungen, die Produktion von grünem Wasserstoff nach EU-Standards voranzutreiben.
Zu möglichen ähnlichen RWE-Projekten in anderen europäischen Regionen wurden keine weiteren Details bekannt gegeben.






