Sachsen-Anhalt setzt zunehmend auf ausländische Fachkräfte für den Arbeitsmarkt
Leonhard PreißSachsen-Anhalt setzt zunehmend auf ausländische Fachkräfte für den Arbeitsmarkt
Zahl ausländischer Beschäftigter in Sachsen-Anhalt stark gestiegen
In Sachsen-Anhalt hat sich die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte in den vergangenen zehn Jahren deutlich erhöht. Im Jahr 2025 beschäftigten 11.539 Unternehmen mindestens eine ausländische Fachkraft – mehr als doppelt so viele wie noch 2015. Dieser Trend unterstreicht die wachsende Bedeutung internationaler Mitarbeiter für den Arbeitsmarkt der Region.
Zwischen 2020 und 2025 stieg die Zahl der Betriebe, die ausländische Arbeitskräfte einstellen, um 3.492 – ein Plus von 43 Prozent. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich die Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer um 5.560 auf 68.420 bis Juni 2025. Insgesamt hat sich die Zahl der ausländischen Beschäftigten in den letzten zehn Jahren um 308 Prozent erhöht.
Aktuell beschäftigt jedes vierte Unternehmen in der Region internationale Mitarbeiter. Dennoch setzen fast drei Viertel der Betriebe weiterhin keine ausländischen Arbeitskräfte ein. Größere Unternehmen stellen dabei eher ausländische Beschäftigte ein als kleinere. Mittlerweile machen ausländische Arbeitskräfte fast 9 Prozent der Gesamtbelegschaft in Sachsen-Anhalt aus.
Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt–Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, betont, dass Zuwanderung für den Arbeitsmarkt unverzichtbar sei. Angesichts der demografischen Herausforderungen bleibe die Integration ausländischer Mitarbeiter eine zentrale Priorität für die Region. Die Daten zeigen einen klaren und stetigen Anstieg der Abhängigkeit von internationalen Arbeitskräften.






