08 April 2026, 08:51

Steuern im Kreis Offenbach steigen 2024 – wer zahlt mehr und warum?

Ausführliche alte Karte von Offenbach, Deutschland, die Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten auf einem weißen Hintergrund zeigt.

Steuern im Kreis Offenbach steigen 2024 – wer zahlt mehr und warum?

Steuersätze und finanzielle Herausforderungen im Kreis Offenbach verändern sich 2024

Im Jahr 2024 kommt es im Kreis Offenbach zu Verschiebungen bei den Steuersätzen und finanziellen Belastungen. Mehrere Kommunen haben die Grund- und Gewerbesteuern erhöht, während andere mit unausgeglichenen Haushalten kämpfen. Die Änderungen erfolgen vor der Grundsteuerreform 2025, die weitere Anpassungen auf Basis neu bewerteter Grundstückswerte mit sich bringen wird.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Sechs der dreizehn Kommunen im Kreis haben in diesem Jahr entweder die Grundsteuer B oder die Gewerbesteuer angehoben. Besonders stark stiegen die Sätze für die Grundsteuer B in Heusenstamm, Mühlheim und Hainburg im Vergleich zu 2023. Der durchschnittliche Hebesatz für die Grundsteuer B liegt im Kreis nun bei 654 Prozent – deutlich über dem hessischen Durchschnitt von 509 Prozent.

Drei Kommunen passten zudem ihre Gewerbesteuersätze an. Neu-Isenburg setzte mit 345 Prozent den niedrigsten Satz fest, während Dietzenbach mit 405 Prozent den höchsten Hebesatz verhängte. Unverändert blieb hingegen die Grundsteuer A für landwirtschaftliche Betriebe, die im Schnitt bei 376 Prozent verbleibt.

Auch Haushaltsdefizite bleiben ein Problem: Acht Kommunen konnten für 2024 keinen ausgeglichenen Haushalt vorlegen. Bei den Straßenbaubeiträgen haben neun Kommunen die Gebühren vollständig abgeschafft, drei erheben sie jedoch weiterhin. Der Bund der Steuerzahler Hessen fordert zwar die Abschaffung dieser Abgaben – allerdings nur unter der Bedingung, dass das Land die entgangenen Einnahmen der Kommunen vollumfänglich ausgleicht.

Weitere Details, darunter die Positionen des Verbandes zur Grundsteuerreform, zu Straßenbeiträgen und Kleinststeuern, finden sich unter www.steuerzahler-hessen.de.

Die Grundsteuerreform 2025 wird zusätzliche Veränderungen bringen: Sechs Kommunen haben sich bereits gegen eine ertragsneutrale Anpassung entschieden. Je nach Wohn- oder Unternehmensstandort werden Bürger und Betriebe unterschiedlich betroffen sein. Die finanzielle Landschaft im Kreis bleibt uneinheitlich, während die Kommunen sich an neue Steuerstrukturen und Haushaltszwänge anpassen müssen.

Quelle