TikTok-Influencer zerpflückt Mainz nach Besuch – und löst Shitstorm aus
Leonhard PreißTikTok-Influencer zerpflückt Mainz nach Besuch – und löst Shitstorm aus
Ein beliebter TikTok-Influencer hat mit einem viral gegangenen Video eine Debatte ausgelöst, in dem er die deutsche Stadt Mainz scharf kritisiert. Sai, der stolze 925.000 Follower zählt, teilte nach einem Besuch im Juni 2023 sein vernichtendes Urteil. Der Aufenthalt fiel mit dem Länderspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Finnland am Sonntag, dem 4. Juni, zusammen – doch seine Erfahrungen ließen viel zu wünschen übrig.
Sais Probleme begannen bereits bei seiner Ankunft. Er hatte Mühe, anständiges Essen zu finden, und musste sich schließlich mit einem Döner für acht Euro begnügen, der ihm zufolge „tödliche Magenkrämpfe“ verursachte. Seine Frustration wuchs, als er sich auf den maroden Straßen der Stadt bewegte, die seine Fahrt im BMW zu einer „Achterbahn“ werden ließen. Endlose Umleitungen steigerten das Chaos noch, sodass Mainz für ihn wie ein „Labyrinth“ wirkte.
Am 1. Juni veröffentlichte er ein Video mit dem Titel „Nein zu Mainz“, in dem er die Stadt als „tot“ bezeichnete und erklärte: „Hier gibt es nicht mal Geister.“ Sein Fazit fiel schonungslos aus: „Tote Stadt. Du hast kein Recht, dich zu äußern.“ Der Clip verbreitete sich rasant und löste gemischte Reaktionen aus. Manche Zuschauer stimmten seiner Kritik zu, andere eilten der Stadt zur Verteidigung.
Eigentlich war Sai von München nach Mainz gereist, um das Spiel Deutschland gegen Finnland zu erleben. Statt Fußballbegeisterung wurde seine Reise jedoch zur Bühne für beißende Kritik.
Das Video spaltet nun Einwohner und Besucher Mainz’. Während einige Sais Vorwürfe zu Infrastruktur und Gastronomie unterstützen, weisen andere seine Äußerungen als ungerechtfertigt zurück. Die Kontroverse zeigt, wie ein einzelner viraler Beitrag das öffentliche Bild einer Stadt prägen kann.






