24 April 2026, 22:29

TMZ stürmt Washington: Wenn Paparazzi auf Politiker treffen und das Pentagon applaudiert

Porträt von George Washington auf Papier mit Text, der nach vorne schaut und einen ernsten Ausdruck hat, trägt einen Anzug und eine Krawatte mit zurückgekämmtem Haar.

TMZ stürmt Washington: Wenn Paparazzi auf Politiker treffen und das Pentagon applaudiert

In Washington verschmelzen Politik und Unterhaltung wie nie zuvor. Ein ehemaliger Reality-TV-Star regiert weiterhin als Präsident, während in seiner Regierung Persönlichkeiten aus dem Wrestling und Reality-Shows mitwirken. Jetzt betritt auch das Promi-Nachrichtenportal TMZ die politische Bühne – und erhält sogar Anerkennung vom Pentagon.

TMZ, 2005 vom Medienmacher Harvey Levin gegründet, hat sich einen Namen damit gemacht, virale Momente zu jagen. Kürzlich filmte das Portal Senator Lindsey Graham mit einem Zauberstab in Disney World. Nun erweitert es seinen Fokus auf Washington, setzt Mitarbeiter ein, um Abgeordnete im Stil der Paparazzi zu konfrontieren, und bittet die Öffentlichkeit, spontane Fotos von Politikern einzureichen.

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Die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der Regierung ist auf einem Rekordhoch. Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Gallup zeigen, dass die Ablehnungsquote des Kongresses bei 86 Prozent liegt – ein Negativrekord. Gleichzeitig billigen laut AP-NORC-Daten nur noch 33 Prozent der erwachsenen US-Bürger die Amtsführung des Präsidenten.

Die Vermischung von Politik und Unterhaltung ist nicht neu, doch sie nimmt zu. Über ein halbes Dutzend Stars aus The Real Housewives besuchten kürzlich den Capitol Hill. Im Kabinett des Präsidenten finden sich sogar ein ehemaliger Wrestling-Funktionär und ein Ex-Teilnehmer der Serie Real World. Einen neuen Höhepunkt erreichte dieser Trend, als Verteidigungsminister Pete Hegseth TMZ während einer Pentagon-Pressekonferenz explizit erwähnte und sie als "neue Mitglieder unserer Pressegruppe hier" bezeichnete.

Mit dem Einstieg von TMZ in die politische Berichterstattung vollzieht sich ein weiterer Wandel in der Funktionsweise Washingtons. Angesichts des schwindenden Vertrauens in staatliche Institutionen könnten die aggressiven Methoden des Portals die Art und Weise verändern, wie Politiker mit den Medien umgehen. Die Grenze zwischen Politik und Unterhaltung verwischt zunehmend – und dieser Prozess zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung.

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