28 April 2026, 02:32

Urteil im Prozess um homophobe Raubüberfälle via Dating-Apps erwartet

Plakat mit fetter schwarzer Schrift "Rape Ain't Right: Sexual Assault is a Serious Issue" auf weißem Hintergrund mit schwarzem Rahmen.

Urteil im Prozess um homophobe Raubüberfälle via Dating-Apps erwartet

Am kommenden Dienstag um 9:00 Uhr wird das Urteil im Prozess gegen sechs Angeklagte verkündet, die beschuldigt werden, über Dating-Apps gezielt schwule Männer ins Visier genommen zu haben. Vor dem Landgericht Frankfurt (Oder) wurden Vorwürfe wegen schwerer Raubüberfälle, Körperverletzungen und homophober Beleidigungen verhandelt, die die Gruppe über mehrere Monate hinweg begangen haben soll.

Wegen des jungen Alters einiger Angeklagter – drei Jugendliche und drei Heranwachsende – fanden große Teile der Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

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Die Staatsanwaltschaft wirft der Gruppe vor, gefälschte Profile auf Dating-Plattformen angelegt zu haben, um Opfer an abgelegene Orte zu locken. Dort seien die Betroffenen dann angegriffen, beraubt und aufgrund ihrer sexuellen Orientierung verbal gedemütigt worden. Die Taten sollen von den Angeklagten systematisch aufgezeichnet worden sein.

Ermittler bestätigten, dass es keine Hinweise auf eine Verbindung der Straftaten zu einem größeren organisierten Netzwerk oder einer politischen Ideologie gebe. Stattdessen scheinen die Angriffe opportunistisch motiviert gewesen zu sein, wobei die Täter gezielt die Verwundbarkeit ihrer Opfer durch Täuschung und Gewalt ausnutzten.

Der Prozess hat besondere Aufmerksamkeit erregt, da es sich um schwere Vorwürfe handelt, darunter besonders schwere Raubdelikte. Während die meisten Verhandlungstage nicht öffentlich waren, wird die Urteilsverkündung in einer öffentlichen Sitzung stattfinden.

Die Entscheidung des Gerichts markiert das Ende eines Verfahrens, das die Gefahren gezielter Gewalt gegen LGBTQ+-Personen deutlich gemacht hat. Das Urteil wird über die rechtlichen Konsequenzen für die sechs Angeklagten entscheiden, deren Handlungen bei den Opfern sowohl körperliche als auch psychische Schäden hinterlassen haben. Die Verkündung ist für Dienstag, 9:00 Uhr, vor dem Landgericht Frankfurt (Oder) angesetzt.

Quelle