USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – NATO und Bundeswehr reagieren
Ottilie KreinUSA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – NATO und Bundeswehr reagieren
Die USA haben Pläne bekannt gegeben, innerhalb des nächsten Jahres 5.000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Damit verringert sich die Zahl der amerikanischen Militärangehörigen im Land von 38.000 auf 33.000. Die Entscheidung folgt einer Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa und erfolgt vor dem Hintergrund von Spannungen in der Außenpolitik.
Die Ankündigung des Truppenabzugs erfolgte nach Kritik von Bundeskanzler Friedrich Merz an der Iran-Politik der USA. Daraufhin forderte US-Präsident Donald Trump Merz auf, sich stattdessen auf die Beendigung des Russland-Ukraine-Konflikts zu konzentrieren. Trump warf dem Kanzler zudem vor, es Iran zu ermöglichen, möglicherweise Atomwaffen zu entwickeln.
NATO-Vertreter arbeiten nun mit den USA zusammen, um die Details des Truppenabbaus zu klären. Der Prozess soll voraussichtlich sechs bis zwölf Monate dauern.
Unterdessen hat Deutschland eigene Pläne zur Aufstockung der Streitkräfte vorgestellt. Verteidigungsminister Boris Pistorius erklärte, die US-Entscheidung sei erwartet worden. Berlin strebt an, die Bundeswehr von derzeit 185.000 auf 260.000 Soldatinnen und Soldaten zu vergrößern. Kritiker halten jedoch noch deutlich stärkere Aufwüchse für notwendig – angesichts der Sorgen über das Vorgehen Russlands.
Durch den Abzug verringert sich die US-Präsenz in Deutschland um 5.000 Militärangehörige. Die NATO koordiniert weiterhin die Truppenverlegung, während Deutschland die Expansion der Bundeswehr vorantreibt. Die Veränderungen spiegeln sich wandelnde Verteidigungsprioritäten auf beiden Seiten des Atlantiks wider.






