02 May 2026, 16:29

USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – und lösen politische Alarmstimmung aus

Blauer Kreis mit einem weißen Stern in der Mitte, umgeben von vier farbigen Flaggen und weißer Schrift, die 'NATO Joint Jet' lautet.

USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – und lösen politische Alarmstimmung aus

Die USA haben angekündigt, 5.000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen – eine Entscheidung, die quer durch das politische Spektrum auf Kritik stößt. Bundeskanzlerin Angela Merkels CDU zeigte sich alarmiert, während Oppositionsparteien den strategischen Sinn des Schritts infrage stellten. Der Abzug hat zudem die Debatte über die transatlantische Sicherheit und die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands neu entfacht.

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Der Beschluss folgt auf die Streichung eines für 2024 geplanten Rüstungsabkommens zwischen den USA und Deutschland, das unter anderem den Kauf von Marschflugkörpern vom Typ Tomahawk und Hyperschallwaffen des Systems Dark Eagle vorsah. Der Sicherheitsexperte Carlo Masala warnte, dass diese Absage eine noch größere Bedrohung darstelle als der Truppenabzug selbst. Ohne diese Waffensysteme entstehe in Europa eine kritische Lücke bei der Abschreckung Russlands – eine Lücke, die europäische Alternativen nicht kurzfristig schließen könnten.

Jürgen Hardt, außenpolitischer Sprecher der CDU, betonte die weitreichenden Folgen des Abzugs. Er verwies auf die jahrzehntelange Bedeutung US-amerikanischer Stützpunkte wie des EUCOM-Hauptquartiers in Stuttgart oder der Ramstein Air Base für eine glaubwürdige Abschreckung. Der Verlust dieser Kräfte schwäche die seit Jahrzehnten gewachsene konventionelle Verteidigungskooperation, so Hardt.

Auch die Opposition meldete sich prompt zu Wort. Die SPD bezeichnete den Schritt als „strategisch nicht zu rechtfertigen“; ihre verteidigungspolitische Sprecherin Siemtje Möller kritisierte die „unberechenbare“ Vorgehensweise von Präsident Trump. Die Linke hingegen wies die Aufregung um den Abzug als übertrieben zurück – hatte die Partei doch längst die Schließung aller US-Stützpunkte in Deutschland gefordert. Ihr fraktionsvorsitzender Sören Pellmann monierte zudem, dass es für die betroffenen Beschäftigten keine klaren Perspektiven oder Übergangsregelungen gebe.

Der Truppenabzug offenbart die tiefen Gräben in der deutschen Sicherheitsstrategie. Während die einen darin einen notwendigen Wandel sehen, warnen andere vor dauerhaften Schäden für die Abschreckungsfähigkeit und die transatlantischen Beziehungen. Die Streichung zentraler Rüstungsverträge verschärft zusätzlich den Druck auf Europa, die entstehenden Verteidigungslücken zu schließen.

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