02 May 2026, 10:34

Valeria Chekalina kämpft mit Krebs – und startet gleichzeitig eine Kosmetikmarke

Hellbuntes Plakat für das National Cancer Institute mit blauem Hintergrund und weißer Schrift, das ein Kreis von überlappenden, lächelnden Bildern von verschiedenen Menschen um den Titeltext zeigt.

Valeria Chekalina kämpft mit Krebs – und startet gleichzeitig eine Kosmetikmarke

Bloggern und Followern diskutieren die jüngsten Geschäftsschritte von Valeria Chekalina – während sie gegen Krebs im Spätstadium kämpft. Die 34-jährige Influencerin, bekannt unter dem Pseudonym Lerchek, hat eine eigene Kosmetikmarke lanciert und teilt gleichzeitig tief persönliche Einblicke in ihren Kampf mit der Krankheit. Während einige Unterstützer ihre Widerstandskraft bewundern, werfen Kritiker ihr vor, ihre Erkrankung für Publicity auszunutzen.

Chekalina gab ihre Diagnose – Krebs im Stadium 4 – Anfang dieses Jahres bekannt. Fast zeitgleich begann sie, ihre neue Hautpflegemarke Eyya Skin zu bewerben. In den Werbevideos für die Marke sprach sie offen über die Herausforderungen ihrer Behandlung und verband kommerzielle Inhalte mit emotionalen Updates.

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Der Produzent Gera Ivashchenko verglich Chekalinas Vorgehen mit globalen PR-Strategien, wie sie etwa von Prominenten wie den Kardashians eingesetzt werden. Ivashchenko betonte, dass eine solche Offenheit in Russland ungewöhnlich sei, wo das Publikum darauf oft mit Unbehagen reagiere. Er vermutete, dass Chekalinas Strategie darauf abzielen könnte, die finanzielle Zukunft ihrer Kinder abzusichern.

Die Reaktionen auf Eyya Skin fallen gespalten aus. Einige Follower bewundern Chekalinas Entschlossenheit, trotz ihrer Erkrankung weiterzuarbeiten, während andere kritisieren, ihre Videos würden das Leiden übermäßig dramatisieren, um Mitleid zu erzeugen. Einige Zuschauer bezeichneten bestimmte Clips gar als „zu sehr auf Mitleid bedacht“.

Auch Chekalinas Privatleben steht im Fokus. Ihr Ex-Mann, Artem Chekalin, wurde 2022 wegen Devisenbetrugs zu sieben Jahren in einer Moskauer Strafkolonie verurteilt. Ivashchenko spekulierte, dass ihr öffentliches Image – eine Mischung aus Verletzlichkeit und unternehmerischem Ehrgeiz – ein kalkulierter Versuch sein könnte, sich nach dem Skandal neu zu positionieren.

Der Start von Eyya Skin hat Chekalinas Gratwanderung zwischen Privatem und Kommerz unter die Lupe genommen. Ihre Entscheidung, gesundheitliche Kämpfe mit der Vermarktung eines Unternehmens zu verknüpfen, wirft grundsätzliche Fragen zur Influencer-Kultur auf. Die Debatte, wo Transparenz aufhört und Ausnutzung beginnt, bleibt vorerst ungelöst.

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