Warum Lothar Matthäus nie zu Real Madrid wechselte – die verpasste Chance
Betty BruderWarum Lothar Matthäus nie zu Real Madrid wechselte – die verpasste Chance
Real Madrid versuchte zweimal vergeblich, die deutsche Legende Lothar Matthäus Ende des 20. Jahrhunderts zu verpflichten. Der erste Vorstoß erfolgte 1984, doch ein weitaus höheres Angebot sieben Jahre später scheiterte knapp. Letztlich scheiterte der Transfer an internen Club-Streitigkeiten und vertraglichen Hindernissen.
Das Interesse von Real Madrid an Matthäus bestand bereits früh. 1984 unterbreitete der spanische Rekordmeister ein Angebot in Höhe von etwa 2,5 Millionen D-Mark – heute umgerechnet über eine Million Euro. Der Wechsel kam nicht zustande, und Matthäus blieb bei Borussia Mönchengladbach, bevor er später zu Inter Mailand wechselte.
1991 jedoch war Real Madrid entschlossen, den Weltklasse-Spieler zu verpflichten. Die Madrilenen boten eine Ablösesumme von 18 Millionen D-Mark und Matthäus selbst war wechselswillig. Die Vereinbarung schien bereits so gut wie perfekt, die Vertragsdetails waren nahezu ausgehandelt. Doch Inter Mailands Präsident Ernesto Pellegrini blockierte den Transfer.
Hinzu kam ein weiterer Konflikt: Real Madrid und der FC Bayern München lagen wegen des chilenischen Stürmers Iván Zamorano im Clinch, was die Verhandlungen zusätzlich belastete. Da Matthäus noch an seinen Vertrag bei Inter gebunden war, blieb ihm keine andere Wahl, als in Mailand zu bleiben. Ein Jahr später kehrte er zum FC Bayern zurück – wo er später zwei bittere Finalniederlagen im Europapokal der Landesmeister hinnehmen musste: 1987 gegen den FC Porto und 1999 gegen Manchester United.
Jahre später gestand Matthäus, den gescheiterten Wechsel zu bedauern. Die Chance, für Real Madrid – einen der größten Vereine der Fußballgeschichte – zu spielen, blieb eine verpasste Gelegenheit in seiner Karriere.
Der Transfer im Jahr 1991 scheiterte letztlich an Inter Mailands Haltung und externen Konflikten. Matthäus wechselte nie zu Real Madrid, und das Rekordangebot der Königlichen wurde zu einer Fußnote der Fußballgeschichte. Trotz seiner glanzvollen Laufbahn blieb die Enttäuschung über den Traumtransfer, der nie stattfand.






