Wehrpflicht kehrt zurück: Was 16-Jährige in Deutschland jetzt wissen müssen
Betty BruderWehrpflicht kehrt zurück: Was 16-Jährige in Deutschland jetzt wissen müssen
Deutschland hat die Wehrpflicht für Männer wieder eingeführt, die 2008 oder später geboren wurden. Der Schritt markiert eine Wende in der Rekrutierungsstrategie der Bundeswehr, die gezielt eine jüngere Generation ansprechen soll. Zu den ersten Betroffenen des neuen Systems gehören die 16-jährigen Moritz Gericke und Nico Freudensprung.
Alle Männer dieser Altersgruppe müssen nun einen Online-Fragebogen ausfüllen, in dem persönliche Angaben, der Gesundheitszustand sowie die Bereitschaft zum Wehrdienst abgefragt werden. Anhand der Antworten erhalten einige eine Einladung zu persönlichen Eignungsprüfungen.
Die Bundeswehr plant, ihre Truppe auf 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten zu vergrößern und zusätzlich 200.000 Reservisten zu halten. Die allgemeine Wehrpflicht greift jedoch erst, wenn die freiwillige Rekrutierung diese Ziele nicht erreicht. Bisher bedeuten Fragebogen und anschließende Bewertungen noch keine zwangsläufige Einberufung.
Viele Gleichaltrige von Gericke und Freudensprung zeigen wenig Interesse am Militärdienst. Die Vorstellung einer militärischen Ausbildung – und damit der Vorbereitung auf einen Krieg – schreckt die meisten ab. Dennoch hat sich einer ihrer Freunde bereits für die Grundausbildung angemeldet, mit dem Ziel, zur Gebirgsinfanterie zu stoßen.
Das neue System beginnt mit Fragebögen und möglichen Eignungstests. Sollten die Rekrutierungsziele verfehlt werden, könnte die Wehrpflicht folgen. Die Expansion der Bundeswehr hängt davon ab, wie viele junge Männer sich freiwillig melden – oder letztlich dazu verpflichtet werden.






