Weihnachtsgeld 2024: Wie viel bleibt netto wirklich übrig?
Arbeitnehmer in Deutschland erhalten in diesem Jahr wieder ihr Weihnachtsgeld – bei tarifgebundenen Beschäftigten liegt die durchschnittliche Bruttozahlung bei etwa 2.987 Euro. Der Bonus unterliegt zwar in voller Höhe der Steuerpflicht, die Berechnung weicht jedoch von der des regulären Monatsgehalts ab.
Die Besteuerung des Weihnachtsgelds erfolgt nach einer Differenzmethode auf Basis der Jahreslohnsteuertabelle. Dadurch kann sich der Nettobetrag im Vergleich zum normalen Gehalt unterscheiden. Übersteigt die Sonderzahlung 25 Prozent des monatlichen Bruttolohns, kann die sogenannte Sechstelregelung die Steuerlast mindern.
Auch Sozialabgaben fallen an, allerdings nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Wer diese mit seinem Jahresgehalt bereits überschritten hat, muss vom Weihnachtsgeld keine weiteren Abzüge hinnehmen. Vom Arbeitnehmeranteil können bis zu 22 Prozent für Sozialversicherungsbeiträge einbehalten werden.
Im Schnitt behalten Beschäftigte nach Steuern und Abgaben etwa 50 bis 65 Prozent ihres Bonus. Die genaue Höhe hängt von der Steuerklasse und dem Gehaltsniveau ab. Mit der jährlichen Steuererklärung lässt sich unter Umständen Geld zurückholen – etwa wenn das tatsächliche Einkommen unter der Schätzung lag, die der Bonusberechnung zugrunde lag.
Das Weihnachtsgeld bleibt für viele Arbeitnehmer eine willkommene Zusatzzahlung. Wie viel davon netto übrig bleibt, hängt von den individuellen Steuer- und Sozialversicherungsverhältnissen ab. Einige können sich Teile der Abzüge über die Steuererklärung zurückholen.
