02 May 2026, 14:33

Wiesbaden feiert den Ersten Mai mit Forderungen nach fairen Arbeitnehmerrechten und Familienfest

Eine große Gruppe von Menschen marschiert bei einer Protestaktion in Washington, D.C. am 21. Januar 2020, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, mit Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Wiesbaden feiert den Ersten Mai mit Forderungen nach fairen Arbeitnehmerrechten und Familienfest

Rund 400 Menschen versammelten sich am Kranzplatz in Wiesbaden, um den Ersten Mai mit Forderungen nach stärkeren Arbeitnehmerrechten zu begehen. Die Veranstaltung verband politische Appelle mit einer lebendigen, familienfreundlichen Atmosphäre. Rednerinnen und Teilnehmer trugen ihre Botschaften später in die Stadtteile – von Breckenheim bis Erbenheim und darüber hinaus.

Sascha Schmidt vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) eröffnete die Kundgebung mit der Forderung, die Belange der Arbeitnehmer in politischen Entscheidungen in den Vordergrund zu stellen. Er kritisierte die anhaltenden Diskussionen über Kürzungen im Sozialbereich und die Verlängerung der Arbeitszeiten und bezeichnete diese als Angriffe auf hart erkämpfte Errungenschaften.

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Marion Hackenthal, Bezirksleiterin der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), unterstrich Schmidts Position. Sie warnte vor wachsender Jobunsicherheit und der zunehmenden Belastung für Arbeiter- und Mittelschichtfamilien. Beide Redner betonten nachdrücklich die Verteidigung des Acht-Stunden-Tags als ein grundlegendes Recht, das nicht zur Disposition stehen dürfe.

Neben den Reden bot die Veranstaltung Raum für Austausch: Kinder spielten in eigens eingerichteten Bereichen, während politische Gruppen und Gewerkschaften mit den Besuchern ins Gespräch kamen. Im Laufe des Tages trugen die Teilnehmer ihre Diskussionen in andere Teile Wiesbadens – etwa nach Auringen und Erbenheim – und hielten die Debatte so in den Stadtteilen lebendig.

Die Maikundgebung in Wiesbaden zeigte, wie der Erste Mai weiterhin eine Plattform für Protest und Gemeinschaft bleibt. Die Arbeitnehmerrechte standen im Mittelpunkt, mit klaren Forderungen zum Schutz bestehender Arbeitsstandards. Die Mischung aus Aktivismus und familienfreundlichen Aktivitäten spiegelte die breite Anziehungskraft der Veranstaltung in der gesamten Stadt wider.

Quelle