30 May 2026, 18:25

Wiesbaden ringt um Rückkehr des Ball des Sports – lohnt sich das Millionen-Investment?

Sports Ball: Wiesbaden Tests Comeback of Gala

Wiesbaden ringt um Rückkehr des Ball des Sports – lohnt sich das Millionen-Investment?

Wiesbaden könnte erneut den Ball des Sports ausrichten – doch zu welchem Preis?

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Wiesbaden könnte wieder Gastgeber des Ball des Sports sein, einer der renommiertesten Sportevents Deutschlands. Die Stadt hatte zwischen 2018 und 2022 jährlich rund 687.000 Euro in die Gala investiert. Nun diskutieren lokale Politiker, ob sie das Event zurückholen sollen – und welche Kosten damit verbunden wären.

Die FDP drängt darauf, dass Wiesbaden sein Interesse an einer erneuten Ausrichtung bekundet. Am 28. Mai brachte die Partei den Antrag 26-F-05-0001 ein, in dem die Stadt aufgefordert wird, ihre Bereitschaft zu signalisieren, bevor die Stiftung Deutsche Sporthilfe ihre Suche nach einem Veranstaltungsort in diesem Sommer abschließt. Die Stiftung möchte bis dahin wissen, welche Städte den Ball des Sports zwischen 2028 und 2032 ausrichten könnten.

FDP-Chef Christian Diers betonte, dass Wiesbaden schnell handeln müsse, um sich das Event zu sichern. Er argumentierte, der Ball des Sports bringe landesweite Aufmerksamkeit, prominente Gäste aus Sport, Wirtschaft und Politik sowie klare wirtschaftliche Vorteile. Frühere Ausgaben hätten etwa 800 Hotelübernachtungen für Teilnehmer generiert, zusätzlich zu 1.600 Übernachtungen für Techniker, Dienstleister und Organisatoren.

Stadträte zeigen sich gesprächsbereit, doch die größte Hürde bleibt die Finanzierung. Bürgermeisterin Christiane Hinninger wies darauf hin, dass jeder Euro, der in das Event fließe, an anderer Stelle im Haushalt fehle. Befürworter verweisen jedoch auf den größeren volkswirtschaftlichen Nutzen: Studien zufolge erzeugt jeder Euro, der in städtischen Locations wie dem Kurhaus oder dem Rhein-Main Congress Center ausgegeben wird, einen regionalen Mehrwert von fünf bis acht Euro. Solche Veranstaltungen sichern zudem rund 1.300 Arbeitsplätze in der Region.

Nun muss Wiesbaden abwägen, ob sich die Kosten gegen die wirtschaftlichen und reputativen Gewinne rechnen. Die Stiftung Deutsche Sporthilfe wird bald potenzielle Gastgeberstädte prüfen. Falls sich die Stadt verpflichtet, könnte sie erneut eines der glamourösesten Sportevents Deutschlands ausrichten – vorausgesetzt, die Rechnung geht auf.

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