02 April 2026, 00:11

Wiesbaden verschärft Regeln für Veranstaltungen nach Propaganda-Vorwürfen

Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude und hält Schilder mit der Aufschrift "Keine Mauer, kein Verbot" in den Händen und trägt Mützen, im Hintergrund sind Schilder mit Text zu sehen.

Wiesbaden verschärft Regeln für Veranstaltungen nach Propaganda-Vorwürfen

Wiesbaden prüft Nutzungsregeln für Bürgerzentren nach Vorwürfen wegen Propaganda der iranischen Revolutionsgarden

Die Stadt Wiesbaden überarbeitet ihre Richtlinien für Gemeinschaftszentren, nachdem es Berichte über Propaganda im Zusammenhang mit den iranischen Revolutionsgarden (Islamic Revolutionary Guard Corps, IRGC) gab. Zwei Veranstaltungen im Dotzheimer Haus der Vereine haben Besorgnis über extremistisches Gedankengut ausgelöst. Die Stadt will solche Vorfälle künftig verhindern – muss dabei jedoch rechtliche Grenzen beachten.

Die mutmaßliche Verbreitung von Propaganda erfolgte im Rahmen zweier Zusammenkünfte im Dotzheimer Haus der Vereine. Zwar können Anwohner:innen und eingetragene Gruppen die Räumlichkeiten buchen, sie müssen sich dabei aber an die bestehenden Nutzungsbedingungen halten. Die Stadt hat jedoch keine direkte Kontrolle über die Inhalte privater Veranstaltungen.

Der Oberbürgermeister hat eine juristische Überprüfung der Satzungen und Hausordnungen angeordnet. Ziel ist es, ein Regelwerk zu schaffen, das den Zugang für bestimmte Personen oder Organisationen sperren könnte. Aktuell ist es rechtlich schwierig, gezielt einzelne Veranstaltungen auszuschließen – die geltenden Bestimmungen des Zentrums lassen dies kaum zu.

Wiesbaden betont sein Bekenntnis zu Vielfalt und friedlichem Zusammenleben. Die Behörden wollen verhindern, dass Gemeinschaftsräume für antisemitische Hetze oder Hassrede missbraucht werden. Bisher gab es in den städtischen Einrichtungen keine vergleichbaren Vorfälle im Zusammenhang mit den Revolutionsgarden.

Die Rechtsabteilung und die Kommunalverwaltung werden nun mögliche Änderungen prüfen, um künftige Verstöße zu unterbinden. Etwaige Anpassungen müssten mit dem geltenden Recht vereinbar sein und gleichzeitig die Werte der Stadt wahren. Das Ergebnis der Prüfung wird zeigen, wie Wiesbaden künftig mit umstrittenen Veranstaltungen in öffentlichen Einrichtungen umgeht.

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AKTUALISIERUNG

Wiesbaden tightens regulations after Iran-linked propaganda events

The city has confirmed legal challenges in restricting extremist groups following recent events. Key details from official statements include:

  • Oberbürgermeister Mende announced a review of Bürgerhaus rules on 12 February 2026, citing legal constraints.
  • 'No room for antisemitische Hetze': Mende reiterated Wiesbaden's commitment to diversity in public spaces.
  • Current regulations allow only content violations to be addressed, not blanket bans on groups.