Wolfenbüttel setzt neue Maßstäbe: Kleinere Kita-Gruppen ab sofort
Kitas in Wolfenbüttel verringern Gruppengrößen im neuen Kindergartenjahr
Die Kindertageseinrichtungen in Wolfenbüttel reduzieren in diesem Kindergartenjahr die Gruppenstärken. Die Maßnahme folgt jahrelangen Forderungen von Mitarbeitenden und Eltern nach kleineren Gruppen. Keine andere Kommune in Niedersachsen hat bisher eine solche formale Änderung umgesetzt.
Der Stadtrat billigte den Plan mit lediglich zwei Enthaltungen der AfD. Die Entscheidung ist Teil des Demografieprogramms 2030, mit dem die Stadt auf sinkende Geburtenraten in der Region reagiert.
Kindergartengruppen dürfen künftig maximal 24 statt bisher 25 Kinder umfassen. In Krippegruppen sinkt die Obergrenze von 15 auf 14 Kinder, in der Hortbetreuung von 20 auf 19. Die Einrichtungsleitungen werden diese Vorgaben durchsetzen, wobei in begründeten pädagogischen Fällen Ausnahmen möglich sind.
Ziel der kleineren Gruppen ist eine bessere Betreuungsschlüssel – die Fachkräfte sollen so mehr Zeit für individuelle Förderung und Zuwendung zu jedem Kind haben. Wolfenbüttel ist damit die erste Kommune in Niedersachsen, die die Gruppengrößen in Kitas offiziell verringert. Die Änderung tritt sofort in Kraft und gilt für alle Altersstufen mit strengeren Obergrenzen. Die Stadt erwartet, dass die Anpassung langfristig sowohl den Kindern als auch dem Personal zugutekommt.






