Wolters Brauerei kämpft um Überleben: Eigenverwaltung soll Sanierung ermöglichen
Ottilie KreinWolters Brauerei kämpft um Überleben: Eigenverwaltung soll Sanierung ermöglichen
Gerüchte machen die Runde, die Wolters Brauerei stehe vor dem Zusammenbruch. Das Unternehmen hat nun Eigenverwaltung beantragt, um eine Sanierung in eigener Regie einzuleiten. Das Rathaus reagierte mit vorsichtigem Optimismus bezüglich des Überlebens des Betriebs, betonte jedoch, keinen direkten Einfluss auf das Verfahren zu haben.
Die Wolters Brauerei hat kürzlich rechtliche Schritte eingeleitet, um das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung zu eröffnen. Mit diesem Schritt soll das Unternehmen seine Finanzen eigenständig neu ordnen können. Die Stadtverwaltung betrachtet die Brauerei als einen unverzichtbaren Teil des kulinarischen Erbes der Region und bleibt in engem Austausch mit der Geschäftsführung.
Die CDU-Fraktion im Stadtrat plant, einen Eilantrag einzubringen. Dieser sieht die Einrichtung einer Taskforce vor, die die Zukunft der Brauerei sichern soll. An dem Gremium wären die Wolters-Geschäftsführung, der Betriebsrat, Vertreter der Gastronomiebranche, die Volksbank BraWo sowie Spitzenvertreter der großen Ratsfraktionen beteiligt.
Bevor jedoch Gespräche am Runden Tisch stattfinden, will die Stadt Klarheit über den Stand der Insolvenzverhandlungen. Zudem wird eine klare Strategie benötigt, wie der Betrieb fortgeführt oder umstrukturiert werden soll. Die Stadt habe signalisiert, mögliche Unterstützungsmaßnahmen zu prüfen und stehe für weitere Gespräche mit allen Beteiligten offen da.
Das Sanierungsverfahren der Brauerei hat nun begonnen. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass Wolters über ausreichende wirtschaftliche Stärke und eine tragfähige Zukunftsperspektive verfügt. Ob und in welchem Umfang Unterstützung geleistet wird, hängt von den Ergebnissen des Insolvenzverfahrens und den eigenen Plänen des Unternehmens ab.
