Zoll beschlagnahmt elf Tonnen gefährliche Cashewkerne und Kosmetik aus Großbritannien
Klaus TrommlerZoll beschlagnahmt verdächtige Cashew-Nüsse und Kosmetika in Kassel - Zoll beschlagnahmt elf Tonnen gefährliche Cashewkerne und Kosmetik aus Großbritannien
Zollbeamte in Kassel haben bei Routinekontrollen mehr als elf Tonnen Ware beschlagnahmt. Bei den Sendungen handelte es sich um Kosmetikartikel aus dem Vereinigten Königreich und Cashewkerne aus der Elfenbeinküste. Beide Lieferungen wurden wegen schwerwiegender regulatorischer Bedenken zurückbehalten.
Eine acht Tonnen schwere Ladung Cashewkerne aus der Elfenbeinküste traf ohne die vorgeschriebenen Gesundheitszertifikate ein. Bei der Inspektion stellten die Beamten zudem einen muffigen Geruch in 50 teilweise beschädigten Kartons fest. Bereits zuvor hatten Berichte über mögliche Salmonellenbelastungen in Cashews aus der Region Alarm ausgelöst.
Eine separate, drei Tonnen schwere Kosmetiksendung aus dem Vereinigten Königreich wurde wegen mehrfacher Verstöße beschlagnahmt. Den Produkten fehlten die verpflichtenden deutschsprachigen Verbraucherinformationen. Tests deuteten zudem darauf hin, dass Hautaufhellungsprodukte möglicherweise einen zu hohen Gehalt an Kojisäure aufwiesen – über den in der EU zulässigen Grenzwerten. Die Behörden wiesen darauf hin, dass die Kosmetikartikel aus mehreren nicht näher bezeichneten Ländern stammten und nicht ausschließlich aus dem Vereinigten Königreich.
Beide Sendungen unterliegen derzeit einem Einfuhrstopp. Die zuständigen Behörden werden weitere Prüfungen durchführen, bevor über eine Freigabe entschieden wird.
Die beschlagnahmten Waren dürfen bis zum Abschluss der Ermittlungen nicht bewegt werden. Die Cashewkerne benötigen eine gesundheitliche Zertifizierung, während die Kosmetikartikel auf ihre Kennzeichnung und Sicherheit überprüft werden müssen. Der Zoll wird anschließend entscheiden, ob die Produkte auf den Markt gelangen oder vernichtet werden müssen.
Zollbeamter enthüllt wichtige Einblicke hinter Beschlagnahmungen
Zollbeamte in Gießen haben neue Details zu ihren Durchsetzungsmaßnahmen bekannt gegeben. Wichtige Punkte sind:
- Zollbeamter Kevin Klugescheid erklärte, dass die Beschlagnahme von Cashew-Nüssen durch 'eine Kombination aus Ursprung, Verpackungszustand und fehlenden Dokumenten.' ausgelöst wurde.
- Die Kosmetik-Beschlagnahme wurde 'due to missing German labels and suspected kojic acid levels.' als 'eine klare Verletzung der EU-Verordnungen' bezeichnet.
- Beide Fälle bestätigten die gezielte Inspektionsstrategie des Zollteams: 'Wir können nicht alles überprüfen, aber wir überprüfen die richtigen Dinge.'}