AfD-Veranstaltung in Rödermark nach Extremismus-Vorwürfen gestoppt
Klaus TrommlerAfD-Veranstaltung in Rödermark nach Extremismus-Vorwürfen gestoppt
Geplante AfD-Veranstaltung in Rödermark nach Intervention der Stadt abgesagt
Eine für den Politischen Aschermittwoch geplante Veranstaltung der AfD in Rödermark wurde nach dem Einschreiten lokaler Behörden abgesagt. Die Zusammenkunft, Teil der traditionellen Reihe, sollte den umstrittenen Redner Matthias Helferich als Hauptgast haben. Die Stadtverantwortlichen untersagten die Nutzung einer städtischen Kulturhalle und begründeten dies mit Befürchtungen, die Veranstalter stünden in Verbindung mit extremistischen Positionen.
Ursprünglich hatte der örtliche AfD-Kreisverband Offenbach-Land die Halle gebucht, offiziell organisiert wurde der Politische Aschermittwoch jedoch von der AfD auf Bezirksebene. Bürgermeister Rotter erklärte, die Veranstalter verträten verfassungsfeindliche und extremistische Standpunkte, was zur Absage führte. Die Stadtspitze kündigte den Mietvertrag nach einem Antrag der CDU-Fraktion im Stadtrat.
Der geplante Redner Helferich ist für seine ethnonationalistische Haltung bekannt und steht selbst innerhalb seiner Partei in der Kritik. Selbst die AfD-Bundestagsfraktion hat sich von seinen als zu radikal eingestuften Ansichten distanziert. Dem örtlichen AfD-Verband wurde zudem vorgeworfen, die Stadtbehörden über die wahren Absichten der Veranstaltung und die Hintergründe der Organisatoren getäuscht zu haben.
Offizielle AfD-Stellen nahmen nicht dazu Stellung, wie viele Mitglieder des hessischen Landtags an der Veranstaltung teilnehmen wollten.
Die Entscheidung lässt die AfD-Veranstaltung zum Politischen Aschermittwoch in Rödermark ohne Austragungsort. Die Weigerung der Stadt, die Räumlichkeiten bereitzustellen, folgt auf Bedenken wegen extremistischer Rhetorik und mutmaßlicher Falschangaben der Organisatoren. Die Absage unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen lokalen Behörden und rechtsextremen politischen Gruppen in Hessen.






